Madagaskar (Foto: pixabay)

Beobachtungen einer Saarländerin auf Madagaskar

Michael Friemel. Onlinefassung: Laszlo Mura   10.08.2021 | 07:28 Uhr

Der neue Klimabercht lässt keine Zweifel mehr daran, dass der Mensch und die von ihm verursachten Treibhausgase hinter der Erderwärmung stecken. Mit den Folgen sind wir längst konfrontiert: In Deutschland mit extremem Starkregen und Flutkatastrophen - noch dramatischer ist die Lage auf Madagaskar. Im Süden des Landes herrscht seit Jahren extreme Dürre, die Menschen hungern, Hundertausende sind vom Hungertod bedroht. Die Saarländerin Angelique Steffeck aus St. Wendel lebt seit zwei Jahren dort und hat mit uns gesprochen.

Klimawandel trifft Madagaskar hart
[SR 3, Michael Friemel, 10.08.2021, Länge: 04:11 Min.]
Klimawandel trifft Madagaskar hart

Madagaskar - früher bekannt als "die grüne Insel" - werde heute eher "die rote Insel" genannt, erzählt Angelique Steffeck. Die ehemals üppigen Wälder fielen zu großen Teilen dem Tropenholz-Handel zum Opfer. Aber auch der Klimawandel trage zur Verödung der Landschaft bei.

Im Süden kaum noch Wasser

Der Süden des Landes sei immer schon sehr trocken gewesen. Mitterweile habe sich die Situation aber so zugespitzt, "dass es vier Jahre nicht einen Tropfen Wasser gab", so Steffeck. Und das habe weitreichende Folgen für viele Menschen im Land. Steffeck arbeitet in einem Waisenhaus und beobachtet, dass Eltern ihre Kinder abgeben, weil sie sie nicht mehr ernähren können.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 10.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja