Ein Katta im Saarbrücker Zoo (Foto: Julia Marlene Becker-Maleska)

Kattas im Saarbrücker Zoo

mit Informationen von Julia Marlene Becker-Maleska   16.08.2022 | 10:09 Uhr

Seit 90 Jahren ist der Saarbrücker Zoo ein Besuchermagnet. Ganz besonders beliebt sind die Kattas, eine Lemuren-Art. Marlies ist Tierpflegerin und ihr sind die Halbaffen über die Jahrzehnte besonders ans Herz gewachsen.

1984 hat Marlies ihre Ausbildung als Tierpflegerin im Saarbrücker Zoo gemacht und ist seit nun fast 40 Jahren ein fester Bestandteil des Zoo-Teams. Einen Großteil der Saarbrücker Zoo-Geschichte hat sie daher selbst miterlebt.

Die Tierpflegerin ist von Beginn an fast ausschließlich bei den Lemuren tätig. Doch auch bei der einen oder anderen Vorführung der Seehunde und der Reinigung des Geheges ist sie dabei.

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Kattas: Von Beginn an Lieblinge im Saarbrücker Zoo
Audio [SR 3, Julia Marlene Becker-Maleska, 16.08.2022, Länge: 02:47 Min.]
Kattas: Von Beginn an Lieblinge im Saarbrücker Zoo

Lemuren sind Teil der Zoo-Geschichte

Die kleinen Halbaffen sind schon von Beginn an Teil des Saarbrücker Zoos. Marlies sind die Tiere über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Mit dem Lemuren-Männchen Max hat sie eine innige Beziehung. Denn die beiden kennen sich bereits seit 30 Jahren. Die Tierpflegerin hat Max aufwachsen sehen und begleitet ihn auch jetzt noch im hohen Alter. Denn das die Halbaffen ein so hohes Alter wie Max erreichen, ist außergewöhnlich.

Kattas sind Liebling der Kinder

Kattas sind eine Lemuren-Art und freuen sich ganz besonders bei Kindern großer Beliebtheit. Die kleinen Halbaffen mit dem schwarz-weiß gestreiften Schwanz erhielten vor einigen Jahren ein neues Gehege. Ihre Beliebtheit verdanken sie auch ihrem großen Auftritt auf der Kinoleinwand im Animationsfilm "Madagascar".

Bereits am Vorgängerstandort, im Deutschmühlental, beheimatete der Zoo bereits Kattas. Mit der Eröffnung am Saarbrücker Eschberg und der Nähe zu Frankreich wurden die kleinen Halbaffen auch im Saarland immer gefragter. Französische Seeleute führten Handelsbeziehungen bis nach Madagaskar, der eigentlichen Heimat der Kattas, und brachten diese als exotisch geltenden Tiere mit nach Europa. Bis in die 1950er Jahren wurden Kattas auch als Haustiere gehalten, berichtet Zoodirektor Reinhard Franke.

Kaum noch freilebende Kattas

Die zutraulichen Tiere gibt es in der freien Wildbahn nur noch auf Madagaskar. Höchstens 2000 Tiere leben dort nur noch. Weltweit halten Zoos einen ebenso großen Anteil und tragen so dazu bei, dass die Tiere nicht aussterben, erzählt Tierpflegerin Marlies.


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Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 16.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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