Rabbiner-Rülf-Platz in Saarbrücken (Foto: Pasquale d´Angiolillo)

Jüdische Straßennamen: Was hat sich getan?

Christian Ignatzi / Onlinefassung: Raphael Klein   27.07.2018 | 12:40 Uhr

Vor genau 80 Jahren ließ die NS-Regierung in fast allen Städten und Gemeinden Namen von Straßen, Plätzen und Wegen ändern, obwohl es dazu keine polizeiliche oder bauliche Notwendigkeit gab. Der Reichsinnenminister verfügte die Umbenennung am 27. Juli 1938. Und wie sieht es heute aus? SR 3-Reporter Christian Ignatzi ist der Frage nachgegangen, ob es im Saarland Straßen gibt, die nach Nazis benannt waren und inzwischen jüdische Namen tragen.

Die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler hatten schon kurz nach ihrer Machtübername damit begonnen, in den Straßen des Reichs sämtliche Erinnerungen an Persönlichkeiten auszulöschen, die ihnen nicht genehm waren. Und auch Straßennamen mit jüdischem Hintergrund, wie zum Beispiel die Synagogenstraße, wurden beseitigt.

Als sich das Saarland nach der Volksabstimmung an das deutsche Reich angeschlossen hatte, gingen die Umbenennungen los: Ebert, Stresemann, Ratenau, Liebknecht und Erzberger wurden aus dem Straßenbild eleminiert. Und wie sieht es heute aus - 80 Jahre später?

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Jüdische Straßennamen: Was hat sich getan?
Audio [SR 3, Christian Ignatzi, 27.07.2018, Länge: 03:02 Min.]
Jüdische Straßennamen: Was hat sich getan?

Über dieses Thema wurde in der "Region am Mittag" am 27.07.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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