Jäger auf einem Hochsitz (Foto: SR)

Jagd im Saarland teilweise schärfer geregelt als sonstwo

Renate Wanniger   25.05.2021 | 12:34 Uhr

In Berlin wird über Novellierung des Jagdgesetzes diskutiert. Der Deutsche Tierschutzbund hat begleitend dazu die Kampagne „Keine Jagd ohne Grund“ gestartet. Im Saarland gibt es bereits einige Regelungen, die die Zustimmung des Tierschutzbundes finden.

Jagd im Saarland teilweise schärfer geregelt als sonstwo
Audio [SR 3, Renate Wannigner, 25.05.2021, Länge: 02:29 Min.]
Jagd im Saarland teilweise schärfer geregelt als sonstwo

Tiere erlösen, die leiden, ist ein Jagdgrund für James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund. Der Referats-Leiter für „Jagd und Naturschutz“ beim saarländischen Umweltministerium nennt invasive Arten wie Waschbären oder Nutria, das ist die Biberratte. Bei "invasiv" redet man von Tieren, die ursprünglich nicht in Deutschland heimisch waren und sich stark ausbreiten, weil sie keine natürlichen Feinde haben. Grundsätzlich, so Brückner, ist die Jagd aber nicht mehr nötig, weil der Mensch nicht davon leben muss.

Mit der Kampagne "Keine Jagd ohne Grund" wollen die Tierschützer und Tierschützerinnen also darauf aufmerksam machen, dass es ihrer Ansicht nach für die Jagd keinen vernünftigen Grund gibt. Jedenfalls für die meisten Tiere und im Sinne des Tierschutzgesetzes. Mit Plakatmotiven und Social-Media-Aktivitäten stellt der Deutsche Tierschutzbund verschiedene Aspekte in den Mittelpunkt: die Fuchsjagd, die Vogeljagd, die Jagd von Haustieren.

Totschlagfallen untersagt

Im Saarland ist bereits die Jagd mit Totschlagfallen untersagt. Auch der Abschuss von Haustieren ist seit einigen Jahren verboten. Brückner lobt das Saarland, bittet aber gleichzeitig Hundebesitzer, die Tiere gerade in der Brutzeit nicht frei durch Wiesen und Wälder streifen zu lassen.

Weitere Informationen über die Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes gibt es hier:
www.stopkilling.info

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 25.05.2020 berichtet.

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