Ein Förster vom Saarforst Landesbetrieb (Foto: SR)

"Der Wald braucht den Regen für den Start im Frühjahr"

Karin Mayer im Gespräch mit Joachim Stelzer vom Landesbetrieb Saarforst   06.03.2020 | 16:15 Uhr

Dieser Winter brachte viel Regen. Die Wasserspeicher füllen sich. Stellenweise herrscht Hochwassergefahr bei Flüssen und Bächen im Saarland. Die relativ hohe Niederschalgsmenge könnte jedoch für die saarländischen Wälder nach langen Trockenperioden der vergangenen Sommer ein Segen sein. Dazu im SR-Interview Joachim Stelzer vom Saarforst.

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"Der Wald braucht den Regen für den Start im Frühjahr"
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer / Joachim Stelzer, 06.03.2020, Länge: 03:31 Min.]
"Der Wald braucht den Regen für den Start im Frühjahr"

Im Februar lag die Niederschlagsmenge gut mit 205 Litern pro Quadratmeter gut 15 Liter über dem vieljährigen Mittel. Der November und Dezember waren sogar besonders regenreich - jeweils über 50 Liter über dem Mittelwert. Der Januar lag nur leicht unter dem Durchschnitt. Insgesamt also ein nasser Winter. Sind damit die Dürreperioden der letzten Jahre kompensiert und kann sich der Wald im Saarland nun erholen?

Wasserspeicher reichen bis Sommeranfang

Zumindest für den diesjährigen Frühling bis hin zum Sommeranfang seien die Wälder im Saarland mit genügend Regen versorgt, sagt der Förster Joachim Stelzer im SR-Interview. Diese Vorräte aus dem WInter brauche es nämlich, um gut in die Vegetationsperiode zu starten. Im Sommer brauche es allerdings dann wieder mehr Regen als in den vergangenen Jahren. Denn die Winterspeicher hielten nicht über das ganze Jahr, da das überschüssige Wasser flösse einfach aus dem Waldboden ab, so Stelzer. Man könne das mit einem Schwamm vergleichen, der kein weiteres Wasser aufnehmen könne.

Ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" vom 06.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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