Bienen (Foto: SR)

"Die Struktur innerhalb der Landwirtschaft ändern"

Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Imkerbundes Peter Maske zum Bienensterben

Interview: Renate Wanninger / Onlinefassung: Raphael Klein   16.02.2018 | 16:55 Uhr

Immer wieder warnen Imker und Forscher vor den Folgen des Bienensterbens. Im vergangenen Jahr war der Saar-Pfalz-Kreis mit einem Verlust von 40 Prozent der Bienenvölker im Saarland am stärksten betroffen. Im SR 3-Interview erklärt der Präsident des Deutschen Imkerbundes Peter Maske die Ursachen und fordert u. a. einen Strukturwandel in der Landwirtschaft.

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Bienensterben: "Die Struktur innerhalb der Landwirtschaft ändern"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger / Peter Maske, 16.02.2018, Länge: 02:17 Min.]
Bienensterben: "Die Struktur innerhalb der Landwirtschaft ändern"

"Für mich ist null Prozent normal"

Zwar lägen die durchschnittlichen Bienen-Verluste im Saarland mit rund zehn Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von circa 20 Prozent, für den Präsidenten des Deutschen Imkerbundes Peter Maske ist das allerdings nicht genug. Er fordert eine Nullgrenze.

"Die Struktur innerhalb der Landwirtschaft ändern"

Ursachen für das Bienensterben gebe es viele, so Maske: Während kalte Winter den Bienenvölkern kaum zusetzten, seien die Hauptursachen des Sterbens der pararisitäre Erzfeind der Biene, die mittlerweile weltweit verbreitete Varroa-Milbe und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Agrarwirtschaft.

Ebenso sei die Struktur der Landwirtschaft selbst für das Bienensterben verantwortlich, sagt Maske und fordert einen Wandel hin zu einer artenreicheren, kleinstrukturierteren Landwirtschaft - ausgestattet mit häufigem Fruchtwechsel und mit entsprechenden Blühpflanzen.


Über dieses Thema wurde in der Sendung "Region am Nachmittag" am 16.02.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.


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