Raketen werden am 17. Mai aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. (Foto: picture alliance/dpa/AP | Hatem Moussa)

"Tag und Nacht gehen die Sirenen los"

  19.05.2021 | 15:10 Uhr

Straßenschlachten, Raketenangriffe und zerstörte Häuser: Täglich gibt es neue erschreckende Bilder aus dem Nahen Osten. Die Saarländerin Laura Droste ist derzeit für ein Auslandssemester in Israel. Im SR-Interview erzählt sie, was sie vor Ort erlebt hat.

Laura Droste aus Saarbrücken studiert Friedens- und Konfliktforschung. Für ein Auslandssemester ist sie nach Be‘er Scheva, eine Großstadt im Süden Israels gekommen. Die Stadt liegt rund 30 Kilometer östlich vom Gazastreifen und auch dort sind die Konflikte zwischen Israel und den Palästinensern deutlich spürbar. Tag und Nacht würden die Sirenen losgehen, erzählt die Saarbrückerin von ihren Erlebnissen. "Wenn die Sirenen losgehen hat man genau eine Minute, um sich in Sicherheit zu bringen", so Droste.

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"Frieden ist etwas Wertvolles und Zerbrechliches"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi / Laura Droste, 19.05.2021, Länge: 03:50 Min.]
"Frieden ist etwas Wertvolles und Zerbrechliches"

Auch ihr Verständnis für Frieden und Sicherheit hat sich verändert. "Hier habe ich nochmal gemerkt: Frieden ist etwas absolut Wertvolles und was unfassbar Zerbrechliches. Man kann nicht mehr ruhig schlafen. Auf einmal bekommt Sicherheit, Freiheit und Frieden eine neue Dimension."

Seit dem 10. Mai ist der Konflikt im Nahen Osten erneut aufgeflammt. Ausgelöst wurden die schweren Kämpfe zwischen Israel und den Palästinensern unter anderem durch die drohende Zwangsräumung palästinensischer Wohnungen in Ost-Jerusalem.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 19.05.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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