Nachricht per Handy (Foto: SR)

Rettung aus Seenot dank eines 16-Jährigen aus Völklingen

Interview: Renate Wanninger   10.07.2020 | 16:30 Uhr

Am 9. Juli meldete sich bei der Polizei in Völklingen ein 16-Jähriger mit der Bitte um Hilfe. Er hatte eine Mitteilung bekommen, dass im Mittelmeer zwischen Griechenland und der Türkei Menschen in Seenot seien - darunter 20 Kinder. Die Polizei reagierte sofort und die Menschen konnten gerettet werden. Im SR-Interview erzählt Polizei-Pressesprecher Thorsten Jahn die Geschichte.

Audio

"Der junge Mann kann sehr stolz sein"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger / Thorsten Jahn, 10.07.2020, Länge: 02:22 Min.]
"Der junge Mann kann sehr stolz sein"
Im SR-Interview erzählt Thorsten Jahn, der Pressesprecher der Polizei die Geschichte dieser Rettungsaktion.

Der Junge, ein 16-jähriger syrischer Staatsangehöriger, erzählte der Polizei, dass er von Familienangehörigen per WhatsApp informiert worden sei, dass sie mit anderen auf einem defekten Schlauchboot in Seenot im Mittelmeer seien. Er habe Koordinaten bekommen, könne sie aber nicht lesen.

Polizisten in Völklingen fuhren zu dem Jungen hin und leiteten den Seenotruf und die Daten der Koordinaten zur Bundespolizei weiter. Von dort aus seien sie an das MRCC (Maritime Rescue Coordination Centre) in Bremen geschickt worden, wo Seenotrettungen koordiniert werden.

Die Menschen konnten gerettet werden

Der Notruf und die Koordinaten seien von Bremen dann weitergeleitet worden nach Ankara. Dort wurde ein Rettungsboot losgeschickt und die Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden. "Der junge Mann kann sehr stolz sein, dass er Maßnahmen getroffen hat, die letztendlich zur Rettung der Menschen beigetragen haben", sagt Jahn.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 10.07.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja