Bildmontage: Symbolhaftes Teströrchen mit der Aufschrift Covid-19 positiv hinter einer Saarlandkarte (Foto: picture alliance/Weber/Eibner-Pressefoto, SR)

"Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen"

Gunter Hauptmann,Kassenärztliche Vereinigung im Saarland

Interview: Gerd Heger   30.10.2020 | 12:15 Uhr

Um die aktuelle Coronawelle zu brechen, hat die Politik für den November einen Teil-Lockdown beschlossen. Experten wie Christian Drosten oder die Forscher*innen der Akademie Leopoldina hätten sich sogar noch härtere Maßnahmen gewünscht. Aber es gibt auch Gegenstimmen. Und wie sehen das die praktizierenden Ärzte im Saarland? Dazu im SR-Interview: Gunter Hauptmann, von der KV im Saarland.

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KV: "Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen"
Audio [SR 3, Interview: Gerd Heger, 30.10.2020, Länge: 02:45 Min.]
KV: "Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen"

Ab dem 2. November gelten für vier Wochen wieder strenge Corona-Beschränkungen. "Wir stehen als gesamte Ärzteschaft absolut hinter diesen Maßnahmen", sagt Gunter Hauptmann, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Saarland. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibe überhaupt nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen. Ob es durch die drastischen Kontakbeschränkungen gelingen werde, die akutelle Corona-Welle zu brechen, werde man sehen.

Auf jeden Fall sollte die Politik sich nun aber auch überlegen, ob nach dem Lockdown nicht eine andere Teststrategie als bisher ergriffen werden sollte als in den vergangenen Monaten, so Hauptmann. Er schlägt zudem vor, dass alle Daten, die an unterschiedlichsten Stellen gesammelt werden, systematisch zu den Regionen zusammengeführt und zur Verfügung gestellt werden. "Angeregt ist ja eine Art Ampelsystem." Dadurch würde das Ganze transparenter und somit auch die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen, ist Hauptmann überzeugt.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 30.10.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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