Simbabwe (Foto: Uwe Jäger)

"Wir können das Corona-Virus hier nicht diagnostizieren"

Simbabwe in Corona-Zeiten

Christian Job im Gespräch mit Dr. Hans Schales   25.03.2020 | 14:12 Uhr

Das Corona-Virus betrifft die Menschen weltweit - und ganz besonders die Menschen in Entwicklungsländern. Seit 20 Jahren arbeitet der saarländische Arzt Dr. Hans Schales in Simbabwe. Im SR- Interview schildert er die Lage vor Ort.

"Wir können das Corona-Virus hier nicht diagnostizieren"
Audio [SR 3, Interview: Christian Job / Dr. Hans Schales, 27.03.2020, Länge: 03:57 Min.]
"Wir können das Corona-Virus hier nicht diagnostizieren"

Das Corona-Virus ist wohl auch in Simbabwe angekommen. Zumindest gibt es erste Berichte über Erkrankte und Tote. Wie stark das Land vom Virus tatsächlich betroffen ist, sei allerdings nur schwer einzuschätzen, sagt der saarländische Arzt Dr. Hans Schales im SR-Interview. Er ist zurzeit in Simbabwe, wo er seit zwei Jahrzehnten arbeitet und mit dem Förderverein Afrikaprojekt e.V. das St. Luke’s-Hospital betreibt. Vor allem fehle es an Tests, wodurch nur selten Diagnosen gestellt werden könnten, so Schales.

"Ich finde die Unterstützung aus dem Saarland besonders"

Erste Maßnahmen habe die Regierung auch in Simbabwe schon getroffen, sagt der Arzt. Schulen seien geschlossen, Krankenhäuser warnten vor dem Virus, man solle möglichst zuhause bleiben und man nehme nicht mehr jeden Patienten auf. Es hapere allerdings an dem Austausch der Krankenhäuser untereinander.

Die Unterstützung und die Solidarität aus der saarländischen Bevölkerung seien hingegen hervorragend, so Schales. Mehr Hilfen brauche es allerdings seitens der Politik.

Ein Thema auch in der Sendung "Kiosk" vom 25.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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