Verkehrsminister Andreas Scheuer (Foto: dpa)

"Die Verbraucher sind bislang auf der Strecke geblieben, das muss ein Ende haben"

Interview: Michael Friemel / Gregor Kolbe / Online-Fassung: Lisa Huth   26.09.2018 | 09:34 Uhr

Drei Jahre Dieselskandal und kein Ende: Nun sollen nach dem Willen der Bundesregierung, vor allem Bundesverkehrsminister Scheuer, die Halter von Dieselfahrzeugen doch bezahlen: Die Rede ist von 20 Prozent der Umrüstung, rund 600 Euro für neue Euro-5-Modelle, also 3er BMW, VW Passat und Mercedes der C-Klasse.

Die Entrüstung ist groß. SR 3-Moderator Michael Friemel hat Gregor Kolbe vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gefragt, ob damit die Autolobby gewonnen habe. Der meinte, in Teilen ja. Der Druck auf die Bundesregierung sei so groß geworden, sie habe jetzt aktiv werden müssen.

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Nachrüstung nur dort, wo Fahrbervote drohen (Foto: dpa)
Audio [SR 3, Michael Friemel / Gregor Kolbe, 26.09.2018, Länge: 03:22 Min.]
Nachrüstung nur dort, wo Fahrbervote drohen (Foto: dpa)

Die Verbraucher würden beim Hardware-Update aber nun eben auch mit zur Kasse gebeten. Das Update sei zwar gut, aber die Verbraucherzentralen versuchten, den Millionen Betroffenen zu helfen, dass sie nicht doppelt bestraft werden: betrogen worden zu sein und dafür auch noch zahlen zu müssen.

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Umfrage: Zuzahlen für die Diesel-Hardware-Nachrüstung?
Audio [SR 3, Franziska Rück, 26.09.2018, Länge: 00:40 Min.]
Umfrage: Zuzahlen für die Diesel-Hardware-Nachrüstung?

Dafür müsste die Regierung Rahmenbedingungen schaffen. Auch, was mögliche Fahrverbote angehe. Nach Ansicht von Kolbe ist im Übrigen eine Nachrüstung nur dort notwendig, wo auch Fahrverbote drohen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 26.09.2018 berichtet.

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