Eine Spritze zur Impfung wird vorbereitet (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael)

"Covax-Access" setzt sich für weltweite Coronaimpfungen ein

mit Informationen von Ulli Wagner   11.08.2021 | 11:30 Uhr

"Weltweit impfen statt täglich schimpfen": Unter anderem mit diesem Slogan wirbt "Covax Access". Die Initiative aus Karlsruhe hat es sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland, aber auch in Afrika, Südamerika und Asien die Impfquote deutlich zu erhöhen. Denn es ist für alle wichtig, dass auch die Menschen in ärmeren Ländern geimpft werden, sagt die Initiative "Covax Access".

In Deutschland sind zurzeit rund 55 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. In Afrika sind es noch nicht einmal zwei Prozent. "Es ist so, dass, wenn wir in der Dritten Welt nicht impfen, wir in einen Dauer-Krisenmodus kommen", sagt Gerhard Büchele, der Gründer der Initiative "Covax-Access".

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Draufgeschaut: Initiative setzt sich für weltweite Coronaimpfungen ein
Audio [SR 3, Ulli Wagner, 11.08.2021, Länge: 04:41 Min.]
Draufgeschaut: Initiative setzt sich für weltweite Coronaimpfungen ein

Gerhard Büchele (Foto: © privat )
Gerhard Büchele

Ohne, dass wir diese Menschen nicht impfen, werde auch die Pandemie kein Ende bekommen, bekräftigt auch Hals-Nasen-Ohren-Arzt Professor Dr. Norbert Holstein, einer der Mistreiter Bücheles bei der Initiative "Covax Access". "Das ist ungeheuer wichtig, weil ansonsten die hochpotenten Viren und insbesondere auch Virusvarianten durch Reisende eingetragen werden."

Um den Impffortschritt weltweit voranzutreiben, sammelt die Initiative Spenden für eine weltweite Impfkampagne, die über UNICEF abgewickelt wird. Dafür wirbt die Initiative mit Slogans wie "Nicht täglich schimpfen, sondern weltweit impfen".

Die Initiative hat auch bereits etwas erreicht: Die Entwicklungsländer bekommen finanzielle Unterstützung für den Ankauf von Impfstoff. Außerdem muss Impfstoff, der in Deutschland nicht abgenommen wird, nicht mehr vernichtet werden, wenn die Haltbarkeit abgelaufen ist. Stattdessen kann der Impfstoff über den Bund weitergegeben werden.  

Prof. Dr. Nobert Holstein  (Foto: © privat )
Prof. Dr. Nobert Holstein

Darüber freut sich der Mediziner Norbert Holstein besonders. Er ist überzeugt davon, dass die Corona-Impfung sicher und der einzige Weg ist aus der Pandemie. "Ich hoffe und wünsche mir, dass die Menschen, sich davon überzeugen lassen, die noch nicht geimpft sind, sich doch wirklich diesen Pieks geben zu lassen."

Weitere Informationen zu "Covax-Access": www.covax-access.de

Über dieses Thema haben auch die "Bunten Funkminuten" am 11.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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