Ein Hundewelpe blickt in die Kamera. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Worauf Haustierhalter zuhause achten sollten

Mit Informationen von Simin Sadeghi   16.07.2019 | 11:16 Uhr

Hunde dürfen keine Schokolade fressen – das wissen die allermeisten Hundebesitzer. Denn das Theobromin darin kann schon in kleinen Dosen tödlich sein. Auch Rosinen vertragen Vierbeiner nicht gut. Aber für Hund und Katze lauern im Haushalt weit mehr Gefahren, als wir glauben. SR 3-Reporterin Simin Sadeghi hatte wegen einer Blume einen Schreckmoment mit ihrer Katze.

Leben im Saarland: So gefährlich leben Haustiere
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 16.07.2019, Länge: 05:34 Min.]
Leben im Saarland: So gefährlich leben Haustiere

Zum Geburtstag hatte sie einen Blumenstrauß mit Lilien bekommen. Doch einmal auf dem Esstisch aufgestellt, knabberte ihre Katze die Blumen an. Im Internet fand Sadeghi dann Berichte, dass Lilien für Katzen giftig seien und man mit ihr sofort zum Tierarzt fahren solle. Tierärztin Marion Magdeburg aus Güdingen beruhigt: „Es ist nicht jede Lilie gefährlich. Lilien, die es bei uns im Haus als Zierpflanzen gibt, haben einen unterschiedlichen Giftigkeitsgrad. Grundsätzlich kommt es immer auf die Art und Menge des Giftes an.“

Zuhause lauern viele Giftstoffe

Typische Symptome für Unverträglichkeiten oder eine Giftstoffaufnahme:

  • Erbrechen und Durchfall
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Zentralnervöse Störungen
  • Lähmungserscheinungen

Wenn man einen Hund oder eine Katze im Haushalt hält, sollte man auf Folgendes achten:

  • Haustiere haben keinen Instinkt dafür, giftige Pflanzen nicht zu fressen.
  • Grünlilie, Dieffenbachie oder Efeu werden gerne mal gefressen, ebenso Narzissentulpen, Buchsbäume, Zwiebelgewächse, Knoblauch, Bärlauch oder Schnittlauch. All diese Pflanzen sind jedoch für Haustiere gefährlich oder sogar giftig.
  • Hunde knacken auch gerne die Kerne von Steinobst. Dessen Innenleben besteht aber zum Teil aus blausäurehaltigen Substanzen, die zu schweren Vergiftungen führen können.
  • Beim Freilauf draußen sollte, etwa für Kleintiere, nur Gras als Untergrund vorhanden sein. Bei Wildwiesen etwa können einige Gräser unbekömmlich oder sogar giftig sein.
  • Für Kleintiere wie zum Beispiel Hasen sind Gemüseabfälle aus der Küche nicht immer eine gute Wahl. Meerschweinchen sollten in erster Linie Heu und Kräuter bekommen. Vögel sollten keine rohen Kartoffeln, grüne Tomaten, Avocados, Zwiebeln, Pilze, Bohnen oder Zitrusfrüchte zum Fressen bekommen.

Zeigen Hund oder Katze doch Vergiftungserscheinungen, sollten Besitzer sofort zum Tierarzt fahren. Er kann einschätzen, ob es etwa sinnvoll ist, das Tier erbrechen zu lassen oder die Vergiftung mit Medikamenten zu behandeln. Noch mehr aufpassen muss man als Tierbesitzer bei Vögeln, Kaninchen oder Meerschweinchen, denn Vergiftungen machen sich bei ihnen oft erst spät bemerkbar.

Über dieses Thema haben auch die Bunten Funkminuten auf SR 3 vom 16.07.2019 berichtet.

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