Planespotter Jens fotografiert am Saarbrücker Flughafen (Foto: SR / Simin Sadeghi)

Mit Planespotter Jens am Flughafen Saarbrücken

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Jil Kalmes   03.11.2022 | 06:25 Uhr

Haben Sie schon mal von dem Hobby Planespotting gehört? Als Planespotter bezeichnen sich Leute, die auf der Jagd sind nach Bildern von Flugzeugen – je seltener oder außergewöhnlicher, desto besser. GuMo-Mobil Reporterin Simin Sadeghi hat den Planespotter Jens am Saarbrücker Flughafen getroffen und ihn über sein Hobby ausgefragt.

GuMo-Mobil Reporterin Simin und Planespotter Jens stehen auf der Aussichtsplattform des Saarbrücker Flughafens und schauen einer DAT Maschine zu, wie sie langsam auf das Startfeld rollt. Jens hält seine Kamera bereit, dann hört man nur noch das Klicken des Auslösers und das Rauschen der startenden Maschine auf ihrem Weg nach Berlin.

Audio

GuMo-Mobil: Planespotter Jens
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 03.11.2022, Länge: 08:08 Min.]
GuMo-Mobil: Planespotter Jens

"Es ist immer wieder toll"

Die DAT Maschine, deren Start die beiden verfolgt haben, ist in Saarbrücken stationiert und absolviert etwa zwei bis drei Flüge pro Tag. Jens hat sie deshalb bereits aus allen möglichen Perspektiven abgelichtet – etwas Außergewöhnliches ist sie also für ihn nicht mehr.

Trotzdem ist das Miterleben der Starts für ihn immer noch etwas Besonderes. Vor allem bei größeren Maschinen sei es faszinierend, wenn eine solche Masse elegant abhebe und dann fliege, sagt der erfahrene Planespotter.

Auf der Jagd nach dem Besonderen

Es geht beim Planespotting vor allem auch darum, die Sonderlackierungen der Flugzeuge zu fotografieren. Viele sind besonders bunt und manche zeigen sogar Werbung für neue Filme. "Das sind die richtigen Leckerlis, die man versucht zu bekommen", sagt Jens.

Wie Jens zum Planespotting kam

Die Faszination für die Fliegerei hat bei Jens bereits im Alter von vier Jahren mit seinem ersten Urlaub angefangen. Ab dann war er immer öfter mit seinem Vater am Flughafen, um sich die Maschinen anzuschauen. Irgendwann hat er dann angefangen, selbst Fotos zu schießen und hat seine Fotografien dann immer weiter perfektioniert.

Auf die Nachfrage von Simin, wie viele Flugzeuge er denn schon geknipst habe, muss Jens lachen: "Keine Ahnung, unzählbar viele! Von den Flugzeugtypen her hält es sich im Rahmen, weil so viele Flugzeugtypen wie das früher einmal waren heute gar nicht mehr unterwegs sind."

Air Force One, NASA und Antonow An-225

Ein paar sehr spezielle Maschinen sind Jens aber besonders im Gedächtnis geblieben - zum Beispiel das fliegende Observatorium der NASA, auch SOFIA genannt, oder die AirForce One.

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie, kurz SOFIA, ist eine umgebaute Boeing 747SP, an der ein Spiegelteleskop installiert wurde. Jens hat sie vor ein paar Jahren in Köln vor die Linse bekommen.

Die AirForce One – das Flugzeug des Präsidenten der USA – konnte der Planespotter vor fünf Jahren auf der Airbase in Ramstein ablichten.

Ganz besonders stolz ist Jens auf seine Bilder der Antonow An-225: "Das war das weltgrößte Transportflugzeug, das jemals gebaut wurde. Es war einzigartig, wurde aber leider Anfang Februar im Ukrainekrieg zerstört." Es sei ein schönes Flugzeug mit sechs Triebwerken gewesen, was sehr selten sei, erzählt Jens weiter. Dass die Antonow An-225 jetzt nicht mehr fliege, sei traurig. Aber wenigstens konnte Jens die Maschine mit seiner Kamera für die Nachwelt festhalten.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 03.11.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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