Demonstration bei Lützerath gegen den Kohleabbau (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg)

Polizei und Klimakativisten werfen sich gegenseitig Gewalt vor

  16.01.2023 | 16:15 Uhr

Zigtausende Demonstrierende waren am 14. Januar nach Lützerath gekommen, um gegen den Abriss des Dorfes für den Braunkohleabbau zu demonstrieren. Beide Seiten werfen sich nun gegenseitig Gewalt vor.

Tagesschau.de
Nach Räumung von Lützerath
Das Ende von Lützerath rückt näher: Die beiden letzten noch verbliebenen Aktivisten haben den unterirdischen Tunnel verlassen. Die Politik diskutiert derweil weiter über die Gewalt auf der Demonstration am Samstag.

Lützerath ist geräumt. Die letzten beiden Klima-Aktivisten, die sich in dem Tunnelsystem unter dem besetzen Dorf versteckt hatten, haben den Tunnel verlassen. Jetzt kann in dem Dorf am Rande im nordrhein-westfälischen Garzweiler RWE Braunkohle abbauen.

Die Klima-Aktivisten kritisieren, dass das 1,5 Grad Ziel durch die Förderung der Braunkohle nicht mehr eingehalten werden kann. In den letzte Tagen gab es deshalb vor Ort Proteste und am 14. Januar eine Großdemonstration. Nach Angaben der Polizei waren 15.000 Demonstrierende gekommen, nach Aussage der Aktivisten selbst sollen es sogar 35.000 gewesen sein.

Während der Demonstration ist es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstrierenden gekommen. Beide Seiten werfen sich Gewalt vor.

Audio

"Es hat niemand mit dieser Masse von Menschen gerechnet"
Audio [SR 3, Moderation: Simin Sadeghi, 16.01.2023, Länge: 03:56 Min.]
"Es hat niemand mit dieser Masse von Menschen gerechnet"

Ronja von Fridays for Future Saarland war vor Ort dabei. Im SR-Interview erzählt sie, wie sie den Tag erlebt hat.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 16.01.2023 auf SR 3 Saarlandwelle.

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