Front eines Feuerwehrwagens (Foto: Pixabay/TechLine)

Das Ta-Tü-Ta-Trama bei der Fechinger Feuerwehr

Eine Glosse

Lena Schmidtke   09.08.2021 | 16:55 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Fechingen hat ein neues Feuerwehrauto bekommen. Klingt super, ist aber der Startschuss für eine regelrechte Pannen-Serie! Denn das von der Stadt georderte Feuerwehrauto passte nicht in die alte Feuerwehrgarage und beim Bau der neuen Halle ist so einiges schiefgelaufen.

Es hätte eine so schöne Liebesgeschichte werden können – stattdessen ist es ein Ta-tü-ta-Trama.

Glosse: Das Ta-Tü-Ta-Trama bei der Fechinger Feuerwehr
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 09.08.2021, Länge: 02:35 Min.]
Glosse: Das Ta-Tü-Ta-Trama bei der Fechinger Feuerwehr

Neues Feuerwehrauto, glänzend poliert, top Ausstattung, bereit für den Einsatz, sucht: Feuerwehrhalle! Die eigentlich Angetraute ist nämlich zu klein. Ein Feuerwehrauto also mit Ansprüchen, das hatte der damalige Sicherheitsdezernent der Stadt Saarbrücken bei seinem Verkupplungsversuch nicht bedacht.

Gut Ding will Weile haben

Also musste was Größeres, Neueres her. Und irgendwie ist das Feuerwehrauto jetzt auch fündig geworden. Aber irgendwie halt… denn die neue, eigens erbaute Feuerwehrhalle ist immer noch nicht so ganz fertig. Also steht das Feuerwehrauto einsatzbereit neben der Halle - passend zum diesjährigen Sommer mummelig verpackt in einem großen, dunkelgrauen Zelt, umschlossen von einem Bauzaun – so als wäre am Topf mit Nudelwasser ein Zahlenschloss mit achtstelligem Code, das kurz vorm Kochen geknackt werden muss.

Es funkelt und steht

Wenn also der Piepser zum Einsatz ruft, muss erst mal: Bauzaun zur Seite, Zelt auf, Feuerwehrleute ins Auto und dann kann‘s los gehen. Bis dahin ist das Wasser im Topf längst übergekocht. Das neue Feuerwehrauto ist also immer in zweiter Reihe am Einsatzort. So wird die kleine Diva aber wenigstens nicht schmutzig und funkelt weiter im Sonnenlicht – wobei: Sonne haben wir wie gesagt ja nicht, und unter der Zeltplane sieht es sowieso nie jemand.

Die Sache mit dem Durchbruch und den Fenstern

Es wird wirklich höchste Zeit für die Fahrt in die Halle, die fast fertig ist für den ewigen Bund der Feuer-und-Flammen-Liebe. Aber ob das Feuerwehrauto sich damit zufrieden gibt? Groß genug ist die Halle zwar, aber an anderen Qualitäten mangelt’s einfach: zum Beispiel an Fenstern. Gut, ein paar sind dann nachträglich eingebaut worden - inklusive Beschädigung der Decke. Und ein ungewolltes Fenster ist bei einem missglückten Türdurchbruch rausgekommen – blöderweise zur Damendusche, hoppla. Folie und Bretter schützen hier jetzt vor ungewollten Blicken.

Anders als bei der Zugangstür. Die ist nämlich komplett aus Glas. Da, wo sonst alles mit Gittern abgeriegelt ist, ist hier quasi ein blinkender Leuchtpfeil für Einbrecher.

Verständlich, wenn den Feuerwehrleuten das Löschwasser bis zum Hals steht: Der alte Löschbezirksführer hat immerhin schon sein recht vollgesogenes Handtuch abgegeben. Umso schöner, dass alle anderen weiterhin ihren Job so gut machen. Aber wann und ob überhaupt das Feuerwehrauto in die nicht so heilige Halle fahren kann und beide ihr Happy End bekommen? Fanfaren mit Martinshorn wären dann jedenfalls angebracht nach diesem Ta-Tü-Ta-Trama.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 09.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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