Der Glashütter Weiher (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Im Glashütter Weiher sind Badegäste unerwünscht

Oliver Buchholz   17.07.2018 | 16:25 Uhr

Was gibt es Schöneres bei diesem Wetter, als auf einer Wiese in freier Natur zu liegen und wenn's zu heiß wird, ins kühle Nass zu springen. Das denken sich auch viele Besucher des Glashütter Weihers in Rohrbach. Dort gibt es aber zunehmend Probleme, weil im Weiher eigentlich Baden verboten ist - aus gutem Grund.

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Glashütter Weiher - Baden im Trinkwasserreservoir
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 17.07.2018, Länge: 03:02 Min.]
Glashütter Weiher - Baden im Trinkwasserreservoir

Das Gelände um den Glashütter Weiher ist ein Naherholungs- und Wasserschutzgebiet. Das Gewässer selbst ein Trinkwassernotreservoir. Das hält aber immer weniger Besucher davon ab, im Weiher zu schwimmen. Viele würden, dick eingecremt, ihrem Badevergnügen nachgehen "und damit letztendlich unser Trinkwasser mit Nanopatikeln verseuchen", sagt Ortsvorsteher Roland Weber. Dazu komme, dass jede Menge Müll auf der so genannten Liegewiese hinterlassen werde. Zunehmend FKK-Tourismus und durch Grills verursachte Brandflecken kommen noch dazu.

Und es gibt noch ein weiteres Problem: Der Angelsportverein investiere jedes Jahr sehr viel Geld für neuen Fischbestand und ausgerechnet dort, wo sich die Fische bevorzugt aufhielten - an den Quellen im Weiher - würde auch verstärkt gebadet, sagt Weber.

Ständige Kontrolle zu teuer

Viel zu selten, so der Vorwurf des Ortsvorstehers, würde das Ordnungsamt oder die Polizei eingreifen und dadurch das Naherholungsgebiet gefährden. Um ein Badeverbot nachhaltig durchzusetzen bräuchte man ein massives und ständiges Aufgebot an Orndungs- und Polizeikräften, sagt dazu der St. Ingberter Ordnungsamtsleiter Christoph Scheurer. Dazu fehlt es aber einfach an Geld. Er verweist zudem auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Weder Stadt noch Polizei sähen hier hochrangige Rechtsgüter verletzt.

Geplante Maßnahmen: Dornen und kantige Steine

Trotzdem ist man sich auch in der Verwaltung einig: Gegen das unerlaubte Baden muss etwas getan werden, nichts zuletzt auch aus versicherungstechnischen Gründen. Als erste Maßnahme soll nun im Uferbereich nicht mehr gemäht werden. Mit der Bepflanzug von dornigem Gestrüpp und kantigen Steinen soll zudem das Gelände für Badegäste unattraktiv gemacht werden.

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