Der Pressesprecher der Polizei im Saarland, Georg Himbert, geht in Pension (Foto: Polizei des Saarlandes)

Polizeisprecher Georg Himbert geht in den Ruhestand

Gespräch zum Abschied: Renate Wanniger / Georg Himbert   31.03.2021 | 12:48 Uhr

Der bisherige Pressesprecher der Polizei im Saarland, Georg Himbert, geht in Pension. Der 61-Jährige war 44 Jahre lang im Polizeidienst. Er baute vor gut 20 Jahren die Pressearbeit der Polizei neu auf. Vielleicht, meint er im Gespräch mit dem SR, werde er seine Erfahrungen weiter geben. Erst mal ginge es aber in den Garten.

"Der Fall Pascal hat uns erheblich gefordert"
Audio [SR 3, Renate Wanninger / Georg Himbert, 31.03.2021, Länge: 04:15 Min.]
"Der Fall Pascal hat uns erheblich gefordert"

Georg Himbert ist es als erstes wichtig, sein Team zu erwähnen: "Ohne die hätte ich das natürlich überhaupt nicht geschafft." Vor seiner Zeit, sagt er, sei die Pressearbeit ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden. Er habe "nach innen" klar gemacht, wie wichtig die Öffentlicharbeitskeit sei und "nach außen" versucht, verständlich zu machen, was die Arbeit der Polizei ausmache.

Neben dem "Fall Pascal", dem seit 2001 verschwundenen und vermutlich ermordeten Fünfjährigen, dem vermutlich sexuelle Gewalt angetan wurde; blieben Himbert besonders der Mordversuch an einem Kollegen bei einer Verkehrskontrolle in Wallerfangen in Erinnerung und eine Familientragödie in Saarlouis-Roden, als ein Mann seine Frau und seine beiden Kinder ermordete.

Typisch saarländischer Täter

Positiv bleibt ihm das Sportgroßereignis "Tour de France" in Erinnerung. "Das war ein medialer Kraftakt für die Polizei." Den hätte sie aber sehr gerne gestemmt. Kuriose Fälle gab es natürlich auch, so Himbert, etwa der des "typisch saarländischen Täters" der den Ausweis am Tatort zurück ließ.

Gelernt hatte Himbert aus einem Einsatz im Rotlichtmilieu. Medienvertreter wollten bei dieser Razzia mit dabei sein. "Als wir dann in dem Etablissement zugange waren, hat sich jeder dort verselbständigt. Das hat die ermittelnden Kolleginnen und Kollegen natürlich erheblich gestört. Man wusste nicht mehr, wer war Freund, wer Feind." So was sei ihm danach nicht mehr passiert.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 31.03.2021 berichtet.

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