Blick in den Garten der Keramikkünstlerin Heidrun Kley-Baltes (Foto: SR)

Ein schöner Garten will gut geplant sein

mit Informationen von Renate Wanninger   03.04.2020 | 09:43 Uhr

Corona hin oder her: Der Frühling hat angefangen. Und der Frühlingsanfang hat ja immer so was ganz Besonderes für die Hobbygärtner. Es ist genau die richtige Jahreszeit, um den Garten umzugestalten oder neu anzulegen. Dazu sollte man sich am besten einen Plan machen.

Gartenplanung: "Nicht alle Pflanzen passen zusammen"
Audio [SR 3, (c) SR/Renate Wanninger, 03.04.2020, Länge: 04:40 Min.]
Gartenplanung: "Nicht alle Pflanzen passen zusammen"

Ein Fehler, der bei der Gartenplanung oft gemacht wird, ist es, nach Aussehen und Nutzen zu urteilen. Dabei sollte auch die Pflege berücksichtigt werden, die manche Gärten und Pflanzen brauchen. Deshalb gibt es mittlerweile viele Hilfmittel, sagt Landschaftsgärter Andre Henrichs: "Technische Hilfsmittel sind zum Beispiel Mähroboter oder Bewässerungsanlagen." Aber das Wachsen von Unkraut können technische Neuerungen nicht verhindern. "Das wächst immer", so Henrichs. Unkraut kann man aber zum Beispiel mit speziellem Unkrautvlies im Zaun halten. Allerdings finden unliebsame Pflanzen nach Jahren doch den Weg an die Oberfläche.

Zu beachten sind auch die Verträglichkeiten von Pflanzen untereinander. Deshalb sollte man sich schon vor dem Kauf dazu beraten lassen. Bei der Planung sollte man auch die Nachbarschaft mit einbeziehen, denn die könnte etwas gegen Hecken oder Bäume haben, die zu dicht an der Grenze stehen. "Es sind immer Grenzabstände einzuhalten, das kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. In der Regel sagt man, ein Drittel der späteren Heckenhöhe sollte der Abstand zum Nachbargrundstück sein", so Henrichs.

Obsternte

Wer das eigene Obst aus dem Garten ernten will, der sollte sich klarmachen, dass dieses Obst nicht automatisch als Marmelade in Gläsern landet. Es muss geerntet, geputzt und verarbeitet werden. Und auch dafür brauchte es einige Zeit.

Und dann bitte nicht vergessen, dass auch der Kompost, die Blumentöpfe und die Gartengeräte ihren Platz brauchen. Dafür sollte man irgendwo ein Eckchen mit einplanen.

Für Landschaftsgärtner Andre Henrichs ist es wichtig, dass man sich schon vor der eigentlichen Planung Gedanken macht, wohin die Reise gehen soll. Denn ein Garten muss - je nach den Vorlieben der Besitzer - individuell geplant werden.

Auch an die Zukunft denken

Acuh langfristigere Überlegungen in Richtung Zukunft können sehr wertvoll sein. Wie könnten sich die Bedürfnisse in fünf oder zehn Jahren verändert haben? Schaffe ich dann altersmäßig die Arbeit noch? Das sind Fragen, die sich jeder bei der Gartenplanung stellen sollte. Man muss auch in Zukunft planen, wenn die Kinder mal 18 sind, ein eigenes Auto haben, dann muss vielleicht ein dritter oder vielleicht sogar vierter Parkplatz her.

Wenn all diese Fakten stehen, dann kann man dazu übergehen, einen genauen Plan zu machen. Es hilft übrigens oft, diesen Plan auch maßstabsgetreu auf ein Papier zu bringen. Dann wird einem vieles bewusster. Dann sieht man zum Beispiel deutlich, wenn zwischen Terrasse und Blumenbeet zu wenig Platz für einen Weg bleibt.

Über dieses Thema wurde auch auf SR 3 Saarlandwelle in den "Bunten Funkminuten" am 03.04.2020 berichtet.

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