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Gärten in der Klimakrise

Nadine Irmer / Onlinefassung: Jil Kalmes   23.08.2022 | 07:11 Uhr

In den Gärten fehlt das Wasser, das sieht man am knusprig gelben Rasen besonders deutlich. Die Klimakrise macht auch vor den heimischen Gärten nicht halt. Wenn es hinter dem Haus weiterhin grün bleiben soll, müssen Alternativen her.

Der Rasen ist der Mittelpunkt vieler Gärten. Früher war er saftig und grün, doch in diesem Hitzesommer bleibt davon nur gelbe, verdorrte Trockenheit übrig. Und auch andere Pflanzen lassen ihre Köpfe hängen, egal wie gut man sich um sie kümmert. Die Klimakrise ist nun auch im heimischen Garten angekommen.

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Gärten in der Klimakrise: Was hält der Dürre stand?
Audio [SR 3, Nadine Irmer, 23.08.2022, Länge: 03:46 Min.]
Gärten in der Klimakrise: Was hält der Dürre stand?

Um die eigene Oase hinter dem Haus weiterhin grün zu halten, müssen Alternativen her. Pflanzen, die Hitze gut vertragen und vor allem weniger Wasser brauchen.

Blumenwiese

Für freie Flächen, die nicht regelmäßig begangen werden, würden sich zum Beispiel Blumenwiesen anstatt von Rasen anbieten, sagt Robert Weber, Gartenfachberater beim Regionalverband Saarbrücken. Die müssten nur zweimal im Jahr gemäht werden und würden sich nach einer Hitzeperiode besser erholen als herkömmlicher Rasen.

Trockenrasenmischungen

Wer trotzdem nicht auf grünen Rasen verzichten möchte, sollte auf spezielle Trockenrasenmischungen zurückgreifen. Die seien, so Weber, auf wenig Regen und viel Sonne angepasst.

Stauden

Es gibt auch Stauden, die ganz gut mit Hitze und Trockenheit zurecht kommen. So zum Beispiel die Karthäuser-Nelke, die Königskerze, die Schafgarbe, die Fackellilie oder der Blausternbusch.

Kräuter als Gartenschmuck

Auch mediterrane Kräuter wie beispielsweise Lavendel, Salbei, Majoran, Rosmarin, Thymian, Fenchel oder Oregano sind gut geeignet. Sie lieben es sogar sonnig und trocken und durchaus eine Zierde für den Garten. Und ganz nebenbei hat man so auch noch was Frisches für die Küche.

Der Trend im Gemüsebeet geht Richtung Süden

Bei einigen Gemüsepflanzen, die eigentlich zu den Klassikern in den heimischen Gärten zählen, muss jedoch umgedacht werden. Blattsalate wie beispielsweise der Kopfsalat gedeihen bei Hitze nur schlecht. Romana-Salate hingegen bringen auch bei trockenem Wetter noch reichlich Ertrag. Das liege daran, dass er aus dem Süden stammen und besser an die Trockenheit angepasst sei, so Weber.

Nicht alles aus dem Süden ist geeignet

Bei mehrjährigen Pflanzen und auch Bäumen gilt jedoch: Nicht alles, was aus dem Süden kommt, ist auch für unsere Gärten geeignet. Denn auch, wenn die Sommer hier immer heißer und trockener werden, müssen die Pflanzen trotzdem mit unserem nassen, kalten Wintern zurecht kommen.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 23.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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