Das perfekte Ei (Foto: pixabay/congerdesign)

Das perfekte Frühstücksei

  16.11.2021 | 06:58 Uhr

Zu weich, zu flüssig oder bröckelig hart: Es ist schon eine Wissenschaft für sich, ein perfektes Frühstücksei zu kochen. Hier ein paar Tipps, wie es gelingen könnte ;-)

Weich, wachsweich oder hart

Eijeijei, es ist eine wahre Kunst: das perfekte Ei. Nur Weicheier benutzen dafür einen Eierkocher. Um zum gewollten Ergebnis zu kommen, sollte man einige wichtige Regeln beachten:

  • Die Kochzeit:

Eieruhr (Foto: pixabay/manfredsrichter)

Ein weiches Ei braucht ca. 3-5 Minuten, ein wachsweiches Ei ca. 5-8 Minuten und ein hartes Ei mind. 9 Minuten.

Aber Achtung: auf die Höhe über dem Meeresspiegel kommt es an. Denn auf Meereshöhe beträgt die Siedetemperatur von Wasser 100°C. Pro 300 Meter Höhe sinkt der Siedepunkt jedoch um 1°C, das heißt das Wasser kocht schneller, jedoch bei einer niedrigeren Temperatur. Dementsprechend braucht das Ei länger bis zum gewünschten Ergebnis.

Das bedeutet: Je nach Höhe muss man die Kochzeit entsprechend anpasssen. Würde man sein Frühstücksei zum Beispiel auf der 2963 Meter hohen Zugspitze zubereiten, käme das Wasser hier schon bei 90°C zum Kochen, das Ei bräuchte aber etwa 1,5 Minuten länger als im Saarland. Auf dem Mount Everest kocht das Wasser sogar schon bei 70°C, hier bräuchte ein saarländisches 6-Minuten-Ei dann fast 19 Minuten!

  • Die Größe der Eier

Ein Ei der Größe L bzw. XL braucht ca. 30 bis 50 Sekunden länger, um hart zu werden. Bei den kleinen 'S'-Eiern verkürzt sich hingegen die Kochzeit um 25 bis 45 Sekunden.

  • Die Temperatur der Eier

Ein Ei direkt aus dem Kühlschrank ist kälter als eines mit Raumtemperatur und braucht daher ein paar Sekunden länger im Kochwasser.

  • Kochen im kalten oder kochenden Wasser?

In diesem Punkt scheiden sich die Geister: Die einen legen die Eier schon ins kalte Wasser, die anderen erst ins kochende Wasser. Aber nur das Ergebnis zählt. Fakt ist: Abhängig von der Anzahl der Eier wird das Wasser im Topf schneller oder langsamer heiß. Deshalb ist es sinnvoller, die Eier in den Kochtopf zu legen, wenn das Wasser sprudelt. Dann erst kann man sicher gehen, dass die Eier am Ende die richtige Konsistenz haben.

Der richtige Umgang mit dem Ei

  • Köpfen oder nicht köpfen?

Wie man mit seinem Frühstücksei umgeht, ist auf zweierlei Arten möglich. Die einen schlagen das Eiköpfchen vorsichtig mit dem Eierlöffel oder Messer ab und löffeln 'elegant' den Inhalt des Käppchens aus.

Frühstücksei (Foto: pixabay/congerdesign)


Die anderen schlagen einmal hart auf den Ei-Kopf und picken dann die Schale mit den Fingern ab. Spätestens jetzt merkt man, ob man die richtige Kochzeit gewählt hat. Denn es gibt nichts Unangenehmeres als flüssiges Eigelb, das über die Finger läuft.

  • Gekochte Eier schnell und einfach pellen

Immer wieder das Gleiche: Die Schale lässt sich einfach nicht richtig abpellen. Dabei ist es so einfach: Es sind die frischen Eier, die sich nicht von der Schale lösen wollen, denn sie haben nur eine kleine Luftblase im Innern und die Schale ist sehr eng mit der Ei-Haut verbunden. Bei den etwas älteren Eiern ist das anders, die Luftblase ist größer und die Ei-Haut löst sich schneller von der Schale.

  • Ist das Ei noch gut?

Der Schwimmtest bringt es ans Licht. Man lässt das Ei vorsichtig in eine Schale mit Wasser gleiten. Wenn es auf den Boden sinkt und sich dabei auf die Seite legt, ist das Ei frisch. Wenn es im Wasser 'steht', ist es wahrscheinlich schon ein paar Wochen alt.

Eier würzen

Klassisches Salz für das perfekte Frühstücksei ist wohl bei den meisten üblich. Statt schnödem Tafelsalz kann man aber auch edles Meeressalz verwenden.

Ein exotischer Gewürzmix macht den Ei-Genuss zu etwas Besonderem. Gewürze wie Kurkuma, etwas Paprika, ein Hauch von Chili oder Sumach geben dem Ganzen eine völlig neue Geschmacksnote.

Maggi (Foto: dpa)

Saarländische Variante: Maggi-Ei
Für manche unmöglich, für viele Saarländer ein Hochgenuss: das Maggi-Ei mit Maggi-Würze auf gekochtem oder pochiertem Ei. Das Salz kann man sich dann sparen.


Auch Thema auf SR 3 am 16.11.2021 in der Sendung 'Guten Morgen'.

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