Vertrocknete Erde (Foto: Pixabay/ulleo)

Trockener Oktober: Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Kerstin Gallmeyer / Onlinefassung: Raphael Klein   02.11.2018 | 16:25 Uhr

In diesem Jahr war auch der Oktober im Saarland viel zu trocken. Nach dem Jahrhundertsommer war auch der Oktober viel zu trocken. Das hat Auswirkungen – auch auf die Heizölpreise.

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Trockener Oktober: Folgen für Wirtschaft und Verbraucher
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger / Kerstin Gallmeyer, 02.11.2018, Länge: 03:47 Min.]
Trockener Oktober: Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Der Oktober 2018 war wirklich golden. Dafür war er aber viel zu trocken. Laut SR-Wetterexperte Stefan Laps sind im vergangenen Monat im Saarland teilweise nur 10 Liter pro Quadratmeter gefallen – und damit noch nicht mal ein Viertel vom eigentlichen Soll. Deutlich zu wenig also für diese Jahreszeit.

Trockenheit lässt Heizölpreise steigen

Durch den ausbleibenden Regen führt der Rhein seit Wochen Niedrigwasser. Weil die Binnenschiffe nicht mehr voll beladen werden können, lässt das die Heizölpreise im Süden Deutschlands deutlich ansteigen. Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte rät deshalb auch Verbrauchern im Saarland: Wer noch mehr als ein Drittel im Tank hat, sollte erst im neuen Jahr tanken. Bei wem es nicht mehr bis ins neue Jahr reicht, der sollte erstmal nur eine Teilmenge kaufen.

Folgen für die Stahlindustrie

Auch der Stahlindustrie im Saarland bereitet der niedrige Rhein-Pegelstand große Probleme. Besonders der Versand von größeren Blechen ist derzeit schwierig. Um das Niederschlags-Defizit im Rhein und anderswo wieder aufzufüllen, müssten laut SR-Wetterexperte Stefan Laps in den kommenden Wochen einige 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Bis Ende kommender Woche ist jedoch im Saarland und im Rest Deutschlands kaum Niederschlag angekündigt.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft

Wie die Landwirtschaftskammer des Saarlandes dem SR mittelte, habt der geringe Niederschlag im Oktober der Landwirtschaft erstmal nicht geschadet. Der Niederschlag sei für das Wintergetreide und die Zwischenfrüchte noch ausreichend gewesen.

In den nächsten Monaten brauchen die ausgetrockneten Böden jedoch dringend Regen. Bleibe dieser über den Winter aus und werde es im kommenden Jahr wieder so trocken und heiß wie in diesem Jahr, dann könne das katastrophale Auswirkungen für die Landwirtschaft im Saarland haben, so die Landwirtschaftskammer.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" vom 02.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle.

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