Die Ludwigskirche in Saarbrücken (Foto: Patrick Wiermer)

Gemeinde braucht mehr Geld für Sanierungen

Ludwigskirche: Kooperation mit Land und Bund

mit Informationen von Patrick Wiermer   23.12.2019 | 16:55 Uhr

Die Saarbrücker Ludwigskirche ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Saarlandes und eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen Deutschlands. Nach dem Krieg wiederaufgebaut, dann umfassend restauriert – und trotzdem bedarf es offenbar weiterer Sanierungshilfen.

Seit Goethe und bis heute: Die markante Fassade, der weiße Innenraum und die große Orgel beeindrucken die Besucher der der Saarbrücker Ludwigskirche. Doch der Zahn der Zeit nagt am Gebäude. Manche Gebäudeteile seien seit 30 bis 40 Jahren nicht erneuert worden, bemängelt Pfarrer Thomas Bergholz. Der Wandanstirch und auch der Stuck müssten dringend saniert werden, so der Geistliche.

Gemeinde: Kein Geld für Sanierungen

Ludwigskirche: Gemeinde braucht mehr Geld für Sanierungen
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 23.12.2019, Länge: 02:59 Min.]
Ludwigskirche: Gemeinde braucht mehr Geld für Sanierungen

Trotz einer Technik-Erneuerung und der Installation von Halogen-Leuchten vor zwei Jahren ist die Ludwigskirche bis heute unzureichend ausgeleuchtet. Von den insgesamt 4,85 Millionen Euro aus dem Programm "Barock trifft Moderne" floss ein Teil auch in die Sanierung der Ludwigskriche. Das Problem: Die Evangelische Gemeinde Alt-Saarbrücken, der die Kirche gehört, hat seit Jahren den jährlichen Unterhaltskosten in Höhe von 80.000 Euro zu kämpfen - und das bei sinkender Mitgliederzahl.  

Fördermittel von Land und Bund?

Zumindest mittelfristig sollen nun Sanierungen im Innenbereich und der Fassade erfolgen. Zurzeit wird dazu ein Gutachten erstellt. Iris Fohr, Finanzkirchmeisterin der Gemeinde schätzt, dass Millionenbeträge für die Baumaßnahmen anfallen könnten. Hier hoffe man auf Fördermittel seitens des Bundes, sagt Fohr.

Problematisch sei allerdings der hierfür nötige Eigenanteil. Dafür braucht es die Hilfe auch von der Stadt und dem Land. Es habe dahingehend bereits erste positive Gespräche gegeben, wie die Gemeinde betont. Es gehe dabei vor allem um die Kostenfaktoren, die durch Öffnungszeiten oder das kulturelle Programm entstünden, betont Bergholz.

Weiterhin kostenfreier Eintritt

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Eintritt zu verlangen, sei übrigens eine weniger gute Lösung, so Fohr. Denn der würde die Besucher eher abschrecken. Vielmehr setzt Fohr auch darauf, dass sich mehr Mitglieder für die "Freunde der Ludwigskirche" finden - einem Zusammenschluss von Förderern, die die Gemeinde finanziell unterstützen.

Denn nicht zuletzt sei auch der Wiederaufbau der im Weltkrieg zerbombten Kirche eine gemeinsame Anstrengung der Saarländer gewesen, meint Fohr.

Ein Thema in der Sendung "Region" vom 21.12.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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