Die Flüchtlinge auf der "Lifeline" (Foto: dpa)

Eine moralische Bewertung der "Lifeline"-Situation

SR 3-Interview   26.06.2018 | 08:45 Uhr

Erst die Aquarius, dann die Lifeline, das Schiff einer Hilfsorganisation mit über 200 Flüchtlingen an Bord. Seit dem 21. Juni versuchte die Lifeleine in einem europäischen Hafen anzulegen Malta und Italien gaben keine Genehmigung und auch Spanien wollte nicht als Retter einspringen. Am frühen Nachmittag des 26. Juni hat Malta nun das Anlegen des Schiffes erlaubt. Wie ist eine solche Situation unter moralischen Aspekten zu bewerten? Dazu im SR 3-Interview: Dr. Matthias Hoesch. Er lehrt Politische Philosophie an der Universität Münster.

Für viele ist die aktuelle Situation der Lifelline ein Skandal. Das Schiff mit 234 Flüchtlingen an Bord erhält keinen Zugang zu einem europäischen Hafen. Dabei geht es doch um Menschenleben. Aber vielleicht ist das Verhalten auch ein Hilferuf von Italien und Malta, die sich durch die immer neue Ankunft von Flüchtlingen allein gelassen fühlen? Wie ist diese Situation unter moralischen Aspekten zu bewerten? Dazu im SR 3-Interview: Der Philosophie-Dozent Dr. Matthias Hoesch

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Interview: "Aus moralischer Sicht muss die Versorgung der Menschen Priorität haben"
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann , 26.06.2018, Länge: 03:07 Min.]
Interview: "Aus moralischer Sicht muss die Versorgung der Menschen Priorität haben"
Wie ist die akutelle Situation der Lifeline unter moralischen Aspekten zu bewerten? Dazu im SR 3-Interview: Dr. Matthias Hoesch.


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"Lifeline" darf in Malta anlegen
Das Rettungsschiff "Lifeline" darf in Malta anlegen. Wie genau es nun mit den 233 Migranten an Bord weitergeht, ist bisher unklar. Offenbar wird Italien einige von ihnen aufnehmen.

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