Aufnahmelager Lebach  (Foto: SR)

Flüchtlingsrat kritisiert Verhältnisse im "Ankerzentrum Lebach"

Oliver Buchholz   07.12.2018 | 16:45 Uhr

Am 10. Dezember jährt sich die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zum 70. Mal. Der saarländische Flüchtlingsrat hat dies zum Anlass genommen die Verhältnisse im Ankerzentrum Lebach zu kritisieren.

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Flüchtlingsrat kritisiert Verhältnisse im "Ankerzentrum Lebach"
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 07.12.2018, Länge: 03:00 Min.]
Flüchtlingsrat kritisiert Verhältnisse im "Ankerzentrum Lebach"

Seit Ende Oktober ist die Landesaufnahmestelle in Lebach offiziell ein Ankerzentrum. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat das Ankerzentrum in Lebach als "vorbildlich" bezeichnet.

Das sei Augenwischerei, sagt Peter Nobert vom Saarländischen Flüchtlingsrat. Die Willkommenspolitik in Deutschland habe sich in eine Abschiebepolitik verkehrt. Dort zu leben sei alles andere als angenehm. Wenn man mit vier Personen auf 30 Quadratmeter ohne irgendeine Privasphäre leben müsse und das gesamte Leben reglementiert werde, dann verletze das die Menschenwürde, so Norbert. Der Flüchtlingsrat fordert deshalb, dass Menschen dort nicht länger als drei Monate leben sollten.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 07.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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