Dreh zum Film über die Geschichte von Bliesransbach  (Foto: SR)

"Wie befreit man eine Fee?"

1225 Jahre Bliesransbach: Ein Film zur Dorfgeschichte

René Henkgen / Onlinefassung: Jil Kalmes   13.05.2022 | 10:55 Uhr

Bliesransbach, ein kleines Dorf im Südosten des Saarlandes an der Grenze zu Frankreich, ruhig und beschaulich. Und es hat etwas Großes auf die Beine gestellt: einen Film über die Geschichte des knapp 2000 Seelendörfchens nur mit waschechten Bliesransbachern als Akteuren besetzt.

„Ihr kennt eure Aufgabe. Tragt alles zusammen, was ihr über die Geschichte Bliesransbachs finden könnt.“ Diese Aufgabe bekommen vier Schülerinnen und Schüler von ihrer Lehrerin. Es ist der Beginn der Story von „Wie befreit man eine Fee?“.

Film über Bliesransbach: "Wie befreit man eine Fee?"
Audio [SR 3, René Henkgen, 13.05.2022, Länge: 03:00 Min.]
Film über Bliesransbach: "Wie befreit man eine Fee?"

Von der Idee zum Film

Die Idee für den Film sei schon sehr früh entstanden, erzählt Thorsten Conrad, erster Vorsitzender im Heimat- und Verkehrsverein Bliesransbach. Nämlich 2018 – damals noch vorbereitend gedacht für die 1225-Jahr-Feier des Ortes, die 2021 geplant war und wegen Corona ausgefallen ist.

Die Ursprungsidee war eigentlich, eine Art Imagefilm über Bliesransbach zu drehen. Peu à Peu wurde aus der Imagefilm-Idee dann die Idee, einen Spielfilm über die Geschichte des Ortes zu machen.

Dreh zum Film über die Geschichte von Bliesransbach  (Foto: SR)

Regisseur und Produzent des Films ist Fritz Lüer. Wie alle anderen Protagonisten des Films war Lüer bis dato in Sachen Film Amateur, das heißt, er hatte keinerlei Filmerfahrung.

Lüer musste erst mal Drehorte suchen und Zeitpläne erstellen. Keine ganz leichte Aufgabe, denn seine Akteure waren tagsüber ja bei der Arbeit, so dass vor allem an den Wochenenden und abends am Film gearbeitet werden konnte.

Video [aktueller bericht, 12.05.2022, Länge: 3:13 Min.]
Film über die Dorfgeschichte von Bliesransbach

Eine lange Dorfgeschichte

Die Geschichte Bliesransbachs reicht weit zurück. Angefangen bei den Kelten, über die Römer, das Mittelalter, die Zerstörung des Dorfes im 30-jährigen Krieg und dem Wiederaufbau. Dank gut erhaltener Aufzeichnungen und Chroniken konnten einige Szenen aus der Vergangenheit auch nachgespielt werden. Und alle Szenen im Film wurden selbstverständlich in Bliesransbach gedreht.

120 ehrenamtliche Bliesransbacher haben als Schauspieler und Protagonisten beim Film mitgemacht. Die Kosten für den ganzen Film liegen am Ende wegen der vielen Handarbeit und Engagement bei sage und schreibe 300 Euro.

Dreh zum Film über die Geschichte von Bliesransbach  (Foto: SR)

Filmvorstellungen in Bliesransbach

Insgesamt sind am 14./15. Mai und 21./22. Mai jeweils zwei Kinovorstellungen des Films „Wie befreit man eine Fee?“ geplant. Karten gibt es nur im Vorverkauf in Bliesransbach. Der Film soll - nachdem er in den vier Vorstellungen gezeigt wurde - auch für alle bereit stehen. Wie und auf welchem Wege, muss aber noch geklärt werden.

Dreh zum Film über die Geschichte von Bliesransbach  (Foto: SR)

Ein Thema in der Sendung "Bunte Funkminuten" am 13.05.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja