FaRK 2019 (Foto: Eva Mieves/SR)

Musik statt Fantasie-und Rollenspiel-Treffen

Patrick Wiermer   28.08.2021 | 08:53 Uhr

An diesem Wochenende findet am ehemalige Bergbaustandort in Landsweiler-Reden wieder das Fantasie- und Rollenspielkonvent (FaRK) statt, wegen der Pandemie allerdings nicht als Messe, sondern als Musikevent. Und ob in Nach-Corona-Zeiten die FaRK mit ihren zigtausens Besuchern in Landsweiler-Reden bleiben werden, ist fraglich.

So kennt man das Fantasie- und Rollenspielkonvent (FaRK) eigentlich: Ein Fest der Kostümverrückten, die für ein paar Tage zu Star-Wars-Figuren, Mittelalterbarden, Piraten, Zombies oder anderen Helden der Kindheit werden. Die Veranstaltung war in den letzten Jahren zu einer der größten Kulturveranstaltungen im Saarland angewachsen, doch nun steht möglicherweise ein Umbruch an.

Die FaRK 2021: ein Musikfestival
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 27.08.2021, Länge: 03:08 Min.]
Die FaRK 2021: ein Musikfestival

2021 steht Musik im Mittelpunkt der FaRK. Eine Messe gibt es nicht. Die Künstlerinnen und Künstler, die normalerweise als Walking-Act auf der FaRK unterwegs sind, treten diesmal auf einer zentralen Bühne auf. Das sei zwar kein gleichwertiger Ersatz für die Messe, "aber immerhin etwas FaRK", sagt Veranstalter Benjamin Kiehn.

Die Entwicklung der FaRK

2013 wurde das Konvent zum ersten Mal in Illingen in der Illipse ausgetragen. Da der Veranstaltungsort schnell zu klein wurde, zog die FaRK auf das Gelände der ehemaligen Grube in Reden um. 2019 kamen bereits über 55.000 Menschen nach Reden - davon 70 Prozent von außerhalb. Die Hotels im Landkreis Neunkirchen seien zu fast 100 Prozent ausgelastet gewesen, sagt Kiehn. Und auch der Einzelhandel habe profitiert. Doch dann kam Corona... In diesem Jahr findet die FaRK nun zwar wieder statt, als virtuelles Musikevent, "insgesamt machen Wetter und die Pandemielage den Ticketverkauf aber schwierig", sagt Kiehn.

Möglichweise ein neuer Umzug

Die ehemalige Grube Reden im Ortsteil Landsweiler-Reden in Schiffweiler (Foto: SR/Alexander M. Gross)

Und ob die FaRK auf dem Gelände in Reden bleiben wird, ist fraglich. Das Gelände habe sich verändert, sagt Kiehn. Ein Teil der bisher genutzten Liegenschaften sei verkauft worden, Freiflächen würden saniert und stünden dann auch nicht mehr zu Verfügung. Eine Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, aber man habe damit begonnen, erste Gespräche mit Eigentümern anderer Standorte zu führen und sich auch schon das eine oder andere Gelände angeschaut.

Für den Standort Reden, für den das Land bereits seit Jahren kein zukunftsfähiges Konzept gefunden hat, wäre dies jedenfalls ein weiterer Rückschlag.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 27.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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