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Ex-Soldat Florian Crosbie vor Gericht gescheitert

Florian Mayer   06.02.2020 | 10:32 Uhr

Florian Crosbie ist ein ehemaliger Berufssoldat und ein Geheimdienstopfer. Nun ist Crosbie mit seinem Fall vor dem Saarländischen Sozialgericht gescheitert. Er hatte eine Entschädigung von der Bundeswehr gefordert, nachdem er 2012 wegen einer Verwechselung in den Verdacht geraten war, ein extremistischer Salafist zu sein.

Florian Crosbie: Bundeswehr zerstörte sein Leben
Audio [SR 3, (c) SR/Florian Mayer, 06.02.2020, Länge: 03:08 Min.]
Florian Crosbie: Bundeswehr zerstörte sein Leben

"Die Klage hat keine Aussicht auf Erfolg", so lautete die Mitteilung des saarländischen Sozialgerichts an den ehemaligen Berufssoldaten Florian Crosbie.Acht Jahre lang hatte er um eine Entschädigung der Bundeswehr gekämpft. Ärzte hatten Crosbie infolge eines Verhörs durch den Bundeswehrgeheimdienst MAD die Dienstunfähigkeit attestiert. Die Agenten verdächtigten Crosbie 2012 ein radikaler Islamist zu sein, verhörten ihn stundenlang, gestanden später aber eine Verwechselung ein.

Entschädigung abgelehnt

Das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr lehnte eine sogenannte „Beschädigtenversorgung nach dem Soldatenversorgungsgesetz“ allerdings ab. Die Schäden durch ein Verhör des Geheimdienstes seien nicht bundeswehrspezifisch, lautete die Begründung. So etwas könne jedem Bürger passieren, ob Soldat oder nicht. Crosbie klagte gegen diese Entscheidung und scheiterte. Er zieht nun einen Schlussstrich. Im Interview mit dem SR sagte er, für ihn sei es nun wichtig ein neues Kapitel in seinem Leben aufzuschlagen.

Video [aktueller bericht, 06.02.2020, Länge: 4:01 Min.]
Ex-Soldat Florian Crosbie scheitert vor Gericht

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau am 06.02.20 berichtet.

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