Warum benutzen wir Eselsbrücken?

Warum benutzen wir Eselsbrücken?

Lena Schmidtke   26.03.2021 | 07:05 Uhr

Warum können wir uns mit Eselsbrücken Dinge besser merken? Oder anders herum gefragt, warum ist es ohne manchmal so schwer? SR 3-Reporterin Lena Schmidtke hat sich informiert. Außerdem hat sie sich bei den Saarländern umgehört, wo überall Eselsbrücken eingesetzt werden.

"Unser Gedächtnis besteht aus Verbindungen im Gehirn und darüber können wir einzelne Gedächtnisinhalte abrufen. Wenn wir was völlig Neues lernen, muss sich eine neue Verbindung bilden und die ist fragil und dann kann man sich das nicht so gut merken", sagt Neuropsychologin Regine Bader von der Universität des Saarlandes. Sie empfiehlt deswegen sogenannte Merktechniken, zu denen auch die Eselsbrücken zählen.

Eine gute Eselsbrücke sollte nicht aus zu vielen neuen Informationen bestehen. Damit wir uns an sie erinnern können, müssen sie außerdem eine einprägsame Struktur haben. Zum Beispiel durch Reime oder als Melodie.

Warum eigentlich "Eselsbrücke"?

Eselsbrücken heißen wahrscheinlich so, weil Esel so sture Tiere sind, die partout nicht durchs Wasser gehen wollen. "Wenn man sie als Lasttiere verwendet hat, musste man sich eben was einfallen lassen. Und dann hat man eben speziell für die Esel kleine Brücken über Flussläufe gebaut", erklärt Regine Bader.

Sich etwas Neues merken zu müssen, stelle eine ähnliche Schwierigkeit dar. Die Eselsbrücke verspricht Abhilfe!

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 26.03.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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