Ein Weihnachtsstern hängt an einem Ast vor einem grauen Himmel. (Foto: dpa/picture alliance/Peter Steffen)

Tipps einer Eremitin gegen die Einsamkeit

mit Informationen von Frank Hofmann   23.12.2020 | 09:15 Uhr

Weihnachten ist im Coronajahr 2020 für viele etwas Gruseliges. Zahlreiche Menschen verbringen die Feiertage alleine, nicht weil sie es wollen, sondern weil es sicherer ist. Mit dieser Situation muss man erst einmal klarkommen. Maria Anna Leenen lebt schon Jahrzehnte als Eremitin. Sie hat Tipps, wie man alleine sein kann ohne sich einsam zu fühlen.

Wenn Maria Anna Leenen andere Menschen trifft, dann nur, weil es sich nicht vermeiden lässt. Zum Beispiel beim Einkaufen, beim Arbeiten oder bei Arztbesuchen sowie Behördengängen. Sie lebt seit 26 Jahren alleine in der Nähe von Osnabrück als sogenannte Eremitin oder auch Einsiedlerin.

Alleine aber nicht einsam

Tipps einer Eremitin gegen einsame Weihnachten
Audio [SR 3, (c) SR, 23.12.2020, Länge: 04:58 Min.]
Tipps einer Eremitin gegen einsame Weihnachten

Ihr Tagesablauf ist fest strukturiert und besteht zu großen Teilen aus Beten und Arbeiten. Sie schreibt Bücher und hält sich außerdem noch Ziegen. Obwohl sie kaum Kontakt zu anderen Menschen hat fühlt sie sich nicht einsam. Durch die wenigen Kontakte fällt es ihr leichter in sich zu kehren und sich als winziges Rädchen im Sytem Erde zu begreifen. Das macht sie tief in ihrem Inneren sehr glücklich.

Strukturen sind wichtig

Menschen die dieses Jahr an Weihnachten notgedrungen alleine sind, rät sie, sich den Tagesablauf auch gut zu strukturieren und sich viele Aufgaben vorzunehmen. Wenn man dagegen den Tag einfach nur verstreichen ließe, könne das schon zu Einsamkeit führen.

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