Geldscheine (Foto: SR)

Hilfsorganisation erbt eine Million

Lisa Huth   18.07.2018 | 15:27 Uhr

Der Forbacher Ableger der Hilfsorganisation für die Ärmsten, „Emmaüs“, hat eine Erbschaft in Höhe von fast einer Million Euro gemacht.

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Studiogespräch über das überraschende Erbe für Hilfsorganisation Emmaüs
Studiogespräch über das überraschende Erbe für Hilfsorganisation Emmaüs
Im Gespräch erzählt SR 3-Reporterin Lisa Huth was es damit auf sich hat.

Der Leiter der Emmaüs-Gemeinschaft in Forbach, Jean-Luc Ferstler, traute seinen Augen nicht, als er die Post vom Notar öffnete. Doch es war wahr: Eine Frau aus Creutzwald, die selbst nie etwas mit der Hilfsorganisation für die Ärmsten zu tun gehabt hatte, hatte ihnen 840.000 Euro hinterlassen. Außerdem ein Haus im Wert von 110.000 Euro.

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Ein Geldregen für "Emmaüs"
Audio [SR 3, Marc Andre Kruppa, 24.07.2018, Länge: 02:58 Min.]
Ein Geldregen für "Emmaüs"
SR 3-Reporter Marc-André Kruppa ist nach Forbach gefahren und hat mit den Menschen bei Emmaüs über die gigantische Spende gesprochen

Drei Dinge werde Emmaüs mit dem Geld machen, sagte Ferstler dem SR: Zunächst werde die Frau ein würdiges Grab erhalten. Dann habe die Forbacher Emmaüs-Gemeinschaft ohnehin vorgehabt, die Unterkunft für die so genannten „Compagnons“ zu renovieren. Derzeit hätten sie 40 Menschen von der Straße untergebracht. Die 24 Zimmer sollten nun erweitert und ausgebaut werden. Außerdem werde ein Teil des Geldes – rund 10 Prozent – an eine Emmaüs-Partner- Gemeinschaft in Rumänien überweisen.

Die Hilfsorganisation Emmaüs wurde 1949 von Abbé Pierre in Frankreich gegründet. Inzwischen ist sie international tätig.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau am 18.07.18 berichtet.

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