Jungfisch (Foto: SR/Julia Becker)

Mit einem Magnetfeld den Fischbestand ermitteln

Julia Becker   26.10.2021 | 10:00 Uhr

Wie kann man feststellen, wie viele Fische und welche Arten sich in einem Gewässer tummeln? Die beste Möglichkeit ist das Elektrofischen. Dabei wird ein Magnetfeld erzeugt, das die Tiere Richtung Oberfläche zieht.

Der Biologe Sebastian Hoffmann arbeitet für den Fischereiverband Saar. Eine seine Aufgaben: die Zählung der Fische - vor allem in den kleineren Fließgewässern im Saarland. Dazu setzt er die Methode des Elektrofischens ein.

Unterwegs zum Elektrofischen am Seffersbach in Merzig
Audio [SR 3, Julia Becker, 26.10.2021, Länge: 02:43 Min.]
Unterwegs zum Elektrofischen am Seffersbach in Merzig
SR-Reporterin Julia Becker hat den Biologe Sebastian Hoffmann bei einem seiner Einsätze begleitet.

Mit einem Elektrofanggerät, das ein Magnetfeld erzeugt, geht er durch das Gewässer und dann heißt es aufschreiben: "Wir notieren alles, was wir fangen", sagt er. So lasse sich das Artenspektrum ermitteln und auch die Größenzusammensetzung der Populationen."

Für die Tiere ist das Elektrofischen unschädlich. Dazu gebe es zahlreiche Untersuchungen, so er Biologe. Es sei derzeit sogar die einzige Methode - auch von der Tierschutzseite her - um Fische im Süßwasser zu zählen, so der Biologe. Wenn die Fische erfasst seien, werden sie dann sofort wieder im Gewässer frei gesetzt "und schwimmen davon."

Die Mitarbeiter des Fischereiverbandes machen regelmäßig zwischen Juni und Oktober ihre Touren, zählen die Fische und entnehmen Proben. Und zweimal im Jahr werden wegen Cattenom die Fische und zudem das Wasser der Mosel auf Radioaktivität hin untersucht.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 26.10.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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