Brückenübergang nach Luxemburg (Foto: SR)

Diesseits der Grenze Lockerungen, jenseits steigende Infektionszahlen

Steffani Balle   27.07.2020 | 12:50 Uhr

Im Saarland wurden die Coronabeschränkungen weiter gelockert. Es sind wieder mehr Menschen zu Veranstaltungen zugelassen und auch Tanzschulen dürfen ihre Gruppen wieder vergrößern. Gleichzeitig steigen die Infektionszahlen in den Nachbarregionen Luxemburg und Grand- Est. Wie passt das zusammen?

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Diesseits der Grenze Lockerungen, jenseits steigende Infektionszahlen
Audio [SR 3, Steffani Balle, 27.07.2020, Länge: 03:10 Min.]
Diesseits der Grenze Lockerungen, jenseits steigende Infektionszahlen

Fallzahlen im Saarland niedrig

Für Sportler und Veranstaltungen
Weitere Lockerung der Corona-Regeln

Bis zu 700 Menschen bei Open-Air-Veranstaltungen, Tanz- und Turngruppen bis 35 Personen in geschlossenen Räumen, das sind die wesentlichen Corona-Lockerungen, die seit dem 27. Juli im Saarland gelten. Thomas Lamberti, Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium, hält diese Lockerungen für gerechtfertigt: Die Fallzahlen im Saarland seien niedrig, deshalb müsse die Rechtsverordnung angepasst werden.

Schutzregeln gehören für die Menschen inzwischen zum Alltag

Damit die Corona-Lage im Saarland auch weiterhin halbwegs entspannt bleibt, appelliert Lamberti an alle, sich weiterhin an die Regeln zu halten. Und die sind nach wie vor: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen. Das gehöre mittlerweile zum Alltag der Menschen hier, sagt, Lamberti. "Wenn sie heute an einer Bäckerei vorbeigehen, dann sehen Sie die Menschen bei schönem Wetter vor der Bäckerei stehen, im Abstand zueinander und mit Mund-Nasen-Beckung."

Luxemburg: "Hohe Testquote Hauptgrund für hohe Zahlen"

Dass die Menschen in Luxemburg möglicherweise weniger diszipliniert sind und die Fallzahlen deshalb steigen, das sieht der Virologe Paul Wilmes nicht. Er ist Mitglied der Corona-Task-Force der Luxemburger Regierung. Seiner Meinung nach gibt es für die hohen Fallzahlen der letzten Tage einen ganz anderen Grund: Es werde in Luxemburg zehnmal so viel getestet wie beispielsweise in Deutschland und es würden auch Menschen getestet, die keine Luxemburger sind - so zum Beispiel Saarländer.

Urlaubsmitbringsel Coronavirus

Reiserückkehrer sind aktuell eine der Hauptrisikogruppen für die Verbreitung des Virus, befürchten Experten. Beim Virologischen Institut der Uniklinik Homburg gab es bereits erste Importeure von Corona-Viren aus dem Urlaub bestätigt Jürgen Rissland.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 27.07.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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