Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen auf einem Eichenstamm (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Eichenprozessionsspinner sorgen für Jucken und Pusteln

mit Informationen von Steffi Balle   02.07.2020 | 07:30 Uhr

Jetzt knubbeln sie sich wieder in ihren weißen dicht-gewobenen Nestern: Die Eichenprozessionsspinner sind auch dieses Jahr wieder eine Plage. Ihre feinen Härchen werden vom Wind durch die Gegend gepustet und haften sich auf der Haut und der Kleidung an. Wenn’s gut geht, juckt’s nur, bei empfindlichen Menschen bilden sich Pusteln, bei Allergikern kann der Kontakt damit bis hin zum allergischen Schock führen.

Eichenprozessionsspinner wieder auf dem Vormarsch
Audio [SR 3, (c) SR/Steffi Balle, 02.07.2020, Länge: 02:28 Min.]
Eichenprozessionsspinner wieder auf dem Vormarsch

Esther Rieder ärgert sich: "Da hängen befalle Äste über der Straße und die Härchen der Raupen fliegen auch zu uns, wir können nicht mehr in den Garten." Vier, fünf dicke Eichen stehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Waldrand, oben auf dem Rotenbühl. Tatsächlich: dicht gewobene, schon vom Anblick klebrige Nester von bestimmt mehr als einem Meter Durchmesser hängen an mehreren Stellen in den Bäumen. "Ein Nest wurde mal abgemacht und das lag dann da", sagt Esther Rieder.

Die Belastung ist größer geworden in den letzten Jahren, ist sich Esther sicher. Eine Beobachtung, die auch Experten bestätigen: Der Eichenprozessionsspinner hat sich nach Angaben des Umweltministeriums im ganzen Saarland ausgebreitet. Am wenigsten noch im St. Wendeler Land, am meisten in den südlichen Landesteilen. Und dann immer an ähnlichen Standorten, sagt Baum-Pfleger Olaf John: "Am meisten kommen die Eichenprozessionsspinner an einzel stehenden Eichen vor, zum Beispiel am Waldrand und meistens an der Südseite."

Und an diese Bäume muss er jedes Jahr wieder dran. Zuerst an sensiblen Stellen wie Kitas, Schulen und Bushaltestellen, sagt die Leiterin des Grünamtes bei der Stadt Saarbücken, Carmen Dams. Alle anderen Stellen würden systematisch abgearbeitet. Wobei sie nicht versprechen kann, dass die Kapazität für jedes Nest ausreicht.


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Finger Weg vom Nest des Eichenprozessionsspinners!
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Finger Weg vom Nest des Eichenprozessionsspinners!
Wer mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt kommt merkt es: Hautrötung, Jucken, Pustelbildung sind so das Übliche. Manche Menschen reagieren aber auch über die Schleimhäute: Augen und Atemwege können empfindlich auf das körperfremde Eiweiß reagieren.

Über dieses Thema wurde auch in "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 02.07.2020 berichtet.

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