Blaulicht der Polizei (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska)

Älteres Ehepaar aus Sulzbach um mehrere tausend Euro betrogen

  07.07.2022 | 16:44 Uhr

Erneut ist ein älteres Ehepaar in Sulzbach einem Telefonbetrug aufgesessen. Bereits Ende Juni wurde eine 82-jährige Frau aus dem Kreis Saarlouis um einen fünfstelligen Betrag gebracht.

In Sulzbach ist am Mittwoch ein älteres Ehepaar um mehrere tausend Euro sowie Schmuck betrogen worden.

Wie die Polizei mitteilte, riefen Betrüger bei den über 80-Jährigen an. Sie behaupteten, sie seien von der Polizei und Staatsanwaltschaft. Ihr Sohn hätte einen tödlichen Unfall verursacht und müsse nun 35.000 Euro bezahlen, damit er nicht ins Gefängnis kommt.

Das Ehepaar übergab den Telefonbetrügern einen vierstelligen Betrag sowie Gold- und Silberschmuck. Die Polizeiinspektion Sulzbach sucht nun Zeugen, welche insbesondere Hinweise zu einer weiblichen Geldabholerin geben können.

Polizei warnt

Ende Juni war es zu einem ähnlichen Fall im Kreis Saarlouis gekommen. Dabei wurde eine ältere Frau durch falsche Polizeibeamte um einen fünfstelligen Betrag betrogen.

Die Polizei warnt insbesondere ältere Menschen davor, auf Telefon-Trickbetrüger hereinzufallen. Ihre Masche sei dabei immer ähnlich: Die Opfer würden zunächst telefonisch von den Betrügern kontaktiert. Diese teilten ihnen meist Schocknachrichten mit und versuchten dadurch, sie zu beeinflussen. In den vergangenen Tagen stellte das Landespolizeipräsidium vermehrt solche Betrugsanrufe fest.

Die Polizei rät daher dazu, sich von solchen Anrufen nicht unter Druck setzen zu lassen und gibt außerdem folgende Tipps:

  • Sollte am Telefon Geld verlangt werden, sollte man sofort auflegen und keine weiteren Anrufversuche entgegennehmen.
  • Falls möglich, sollte man sich außerdem die Nummer der Anrufer notieren.
  • Wurde die Methode der Schocknachricht verwendet, sollten sich Betroffene unter der ihnen bekannten Rufnummer an den angeblich inhaftierten oder verletzten Verwandten wenden. So kann die angebliche Notlage aufgeklärt werden.
  • Den Anrufern gegenüber sollte man keine persönlichen Informationen zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.
  • Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
  • Wer Opfer eines Betruges geworden ist, sollte den Vorfall umgehend der Polizei melden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.07.2022 berichtet.

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