Ladeanzeige eines Elektroautos (Foto: dpa)

Mit dem E-Auto in den Familienurlaub

Von Dudweiler an die Nordsee

Sarah Sassou   02.08.2019 | 09:00 Uhr

Mit dem Elektro-Auto in Urlaub fahren - viele würden sagen: Ich bin doch nicht verrückt, mit der Batterie komm ich höchstens bis zur ersten Raststätte... Aber Jürgen Schanz hat´s gepackt - und die Autobahn war gar nicht so das Problem.

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Mit dem E-Auto in den Familienurlaub
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 02.08.2019, Länge: 02:16 Min.]
Mit dem E-Auto in den Familienurlaub

Mit dem Auto in den Urlaub, das ist an sich nichts Außergewöhnliches. Mit dem Elektroauto in den Urlaub aber schon. Und wenn man wie Jürgen Schanz mit seiner Familie dann von Dudweiler an die Nordsee fährt, dann ist das tatsächlich was Besonderes. Denn in Deutschland sind im vergangenen Jahr gerade mal 36.000 Elektroautos neu zugelassen worden, aber dafür mehr als drei Millionen neue Wagen, die mit Krafftstoff laufen. Denn viele Menschen haben noch Vorbehalte gegen Elektroautos. Zum Beispiel, dass sie man sie nur für Kurzstrecken einsetzen kann.

Die App zeigt den Weg

Stimmt nicht, sagt Jürgen Schanz. Er war mit dem E-Auto in den Familienurlaub gefahren. Von Dudweiler an die Nordsee. 600 Kilometer. An Bord: Jürgen, seine Frau und die beiden Kinder. Die Planung der Fahrt sah jedoch etwas anders aus als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Per App hat er zuerst ermittelt, wo auf seiner Strecke Ladestationen sind. Das ganze funktioniert im Grunde wie ein normaler Routeplaner. Es gibt darüber hinaus hat er die Internetseite eines schweizer Anbieters genutzt. "Da kann man sogar eingeben, wie stark das Auto beladen ist, wie die Außentempertur ist, wieviel Insassen im Auto sind und das System rechnet dann zum Beispiel auch aus, ob es sinnvoller ist, schnell zu fahren und dafür öfters zu laden oder langsamer zu fahren und dafür seltener zu laden."

Ladezeiten sinnvoll nutzen

Aber auch App und Internetseite sind natürlich nicht allwissend, denn Ladestationen können mitunter auch besestzt sein. Auf Autobahnen sei dies eher kein Problem, sagt Schanz. Anders sieht es oft in Städten aus. In Münster beispielsweise gebe es inzwischen relativ viele E-Autos und dort seien auf seiner Tour alle Ladestationen besetzt gewesen. Aber auch das war kein Problem. Familie Schanz hatte sich nämlich im Vorfeld Ladestationen ausgesucht, die eine auch für die Kinder interessante Umgebung zu bieten hatten und so die Warte- und Ladezeit einfach mit einem netten Unternehmung überbrückt. Entschleunigtes Reisen also.

Ein Thema in "Guten Morgen" am 02.08.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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