Blitzer (Foto: SR)

Wallerfangen setzt auf Dummy-Blitzersäulen

Interview: Renate Wanninger   18.12.2018 | 12:15 Uhr

Die Kommunen Wallerfangen, Ensdorf und Saarlouis wollen in Zukunft gemeinsame Sache machen – und zwar beim „Blitzen“. Es sollen neue Blitzersäulen aufgestellt werden, vor allem in Wallerfangen. Die Säulen sollen zeitweise jedoch nur „Dummys“ sein. Im Interview erläutert Regine Collet, die Leiterin der Ortspolizeibehörde in Wallerfangen, die Idee, die dahinter steckt.

Audio

Interview: "Eine Säule ist nach wenigen Wochen quasi verbrannt"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger/ Regine Collet, 18.12.2018, Länge: 02:26 Min.]
Interview: "Eine Säule ist nach wenigen Wochen quasi verbrannt"

In der Gemeinde Wallerfangen werden in Zukunft viel mehr Blitzersäulen stehen als bisher. Das Besondere daran: Die Säulen sind nur zeitweise "scharf" geschaltet, also mit einer mobilen Kamera ausgerüstet, die das Beweisfotos bei einer Geschwindigkeitsübertretung schießen kann.

Für dieses Konzept gebe es zwei gute Gründe, sagt Regine Collet von der Ortspolizeibehörde Wallerfangen. Eine "Dummy"-Blitzersäule, die mit einer mobilen Kamera bestückt werden kann, koste in der Anschaffung nur etwa zehn Prozent einer voll funktionsfähigen mobilen Säule, die 280.000 Euro koste. Geld, dass die Gemeinde Wallerfangen nicht habe, sagt Collet.

Zudem gebe es bei den fest installierten Blitzern das Problem, dass sie innerhalb weniger Wochen "verbrannt", sei. Das heißt: Die Autofahrer wissen, wo die Säule steht, gehen kurz vor der Säule mit dem Tempo runter und geben dann wieder Gas. Dies passiere bei den Dummys zwar auch, aber bei eine größere Zahl an Säulen, bei denen man nicht wisse, welche gerade aktiv ist, gehe insgesamt die Geschwindigkeit runter, sagt Collet. Und das sei ja auch das Ziel, denn es gehe ausschließlich um die Verkehrssicherheit.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 18.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

Artikel mit anderen teilen