Saarländer umsegeln die Welt (Foto: SR)

Drei junge Saarländer umsegeln die Welt

mit Informationen von Felix Schneider   11.02.2022 | 15:15 Uhr

Drei junge Saarländer und ein Freund aus Karlsruhe machen einen Trip der besonderen Art. Sie sind mit dem Segelboot mal eben auf Weltreise - den Atlantik hatten sie schon unterm Kiel. Nun sind sie in der Karibik unterwegs.

Vier Unifreunde - eine Idee: Mit dem Segelboot einmal um die ganze Welt fahren. Vor zwei Jahren wurde die Idee auf einem gemeinsamen Törn geboren und im Juni letzten Jahres ging es dann los. Den vier Freunden Jan, Tilmann, Philipp und Hendrik hat es gerade so in den Kram gepasst: Die einen fertig mit der Uni, die andere vorm Berufswechsel.

Learning by doing

Für den 23-jährigen Maschinenbauer Hendrik aus Saarbrücken erschien die Idee "erstmal komplett absurd". Denn viel Erfahrung hatten die Jungs bis dahin nicht.

Drei junge Saarländer umsegeln die Welt
Audio [SR 3, Felix Schneider, 11.02.2022, Länge: 02:51 Min.]
Drei junge Saarländer umsegeln die Welt

Sie mussten das Segeln auf hoher See erstmal lernen, erzählt Crewmitglied Jan: "Ich hatte vor Beginn der Reise einen zweiwöchigen Ausbildungskurs, um meinen Segelschein zu machen, wie auch Philipp. Danach hatte ich noch sechs Törns im Mittelmeer und in der Ostsee für meine Familie und Freunde geskippert, die jeweils eine Woche gingen. Das war’s eigentlich. Ich hatte eigentlich nur zwei Monate aktive Segelerfahrung." Learning by doing war angesagt.

Die Tour

Ab Kroatien schipperten die vier zu vielen spannenden Orten entlang der Mittelmeerküste. Ganz ungefährlich ist die Tour nicht, das weiß auch Hendrik. Ein gewisses Risiko fahre immer mit. Dennoch seien die heutigen Boote ziemlich sicher.

Saarländer umsegeln die Welt (Foto: SR)

Bisher lief alles gut. Ihr dreizehn Meter langes Schiff "Amadi" führte sie sicher über den Atlantik zu den karibischen Inseln, wo sie gerade Station machen. Vor Kurzem hätte eine Nachtüberfahrt nach Grenada fast das Ende der Reise bedeutet, erzählt Hendrik: "Da wollten wir in eine Ankerbucht einlaufen, um dort die Nacht zu verbringen und leider wurden wir von Wellen und durch etwas Unaufmerksamkeit auf ein Riff getrieben. Dort wurden wir dann immer wieder hoch gehoben von den Wellen und aufs Riff geschmettert und hingen dort etwa zehn Minuten fest."

Sowas passierte bislang zum Glück nur ein Mal. Langeweile kennen sie also nicht. Denn sobald es auf dem Boot langweilig werde, "lichtet man einfach den Anker und fährt weiter".

Zwischen Heim-und Fernweh

In manchen Häfen kommen Familie und Freunde als Passagiere für eine kurze Zeit dazu. Das wirkt gegen aufkeimendes Heimweh. Doch die alltäglichen Dinge vermissen sie gerade dann schon, erzählt Hendrik: "De Schwenker. Ich habe so lange nicht mehr geschwenkt, das würde ich gerne nochmal machen."

Tour mitverfolgen

Ihre Tour ist noch bis Ende Juni angesetzt. Wenn weiterhin noch genug Geld und Lust vorhanden ist, wollen die Jungs um ein weiteres Jahr verlängern. Dann geht’s in Richtung Pazifik. Ihre Tour kann man auch im Netz in Bildern, Texten und Videos mitverfolgen – unter www.amadie.de.

Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" vom 11.02.2022 auf SR Saarlandwelle.

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