Eine Szene aus der 1. Staffel der Netflix-Serie "The Squid Game". In den neun Folgen wird die Geschichte vom Kampf ums Überleben auf die Spitze getrieben ... Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird umgehend getötet (Foto: picture alliance/dpa/Netflix | YOUNGKYU PARK)

Diskussion um "Squid Game"

  21.10.2021 | 12:20 Uhr

Das Streamingportal Netflix bietet zurzeit eine Serie aus Südkorea an, die äußerst gewalttätig und vor allem bei jungen Leuten aber ein riesen Erfolg ist: "Squid Game" - auf Deutsch "Spiel des Tintenfisches". Darin kämpfen hoch verschuldete Menschen auf Leben und Tod gegeneinander. Dem Sieger winken 33 Millionen Euro. Durch die massiven gewaltverherrlichenden Darstellungen ist die Serie nun in die Diskussion geraten - vor allem mit Blick auf den Jugendschutz.

Menschen in Spielen auf Leben und Tod gegeneinander antreten zu lassen, ist an sich nichts Neues. Das gab es auch schon in dem Film "Running Man" aus dem Jahr 1987 und ist auch das Prinzip in "Tribute von Panem". Das perfide bei der "Squid Game"-Story ist, dass die Teilnehmer gar nicht wissen, dass ihr Einsatz das eigene Leben ist.

Hier sind die Eltern gefragt

"Eltern verantwortlich dafür, was ihre Kinder dort anschauen können."
Audio [SR 3, Studiogespräch: Simin Sadeghi / Markus Person, 21.10.2021, Länge: 04:17 Min.]
"Eltern verantwortlich dafür, was ihre Kinder dort anschauen können."

Die Serie ist für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Um sich bei Netflix anzumelden, muss man mindestens 18 alt sein. Und prinzipiell kann man bei Netflix Inhalte auch sperren lassen. Das heißt: Hier sind die Eltern gefragt. Die Leiterin der Landesmedienanstalt (LMS), Chefin Ruth Meyer, würde dieses Prinzip gerne umgekehrt sehen. Die Dienste sollten so eingestellt sein, dass sie erst einmal nichts anbieten, was Jugendschutz relevant sein könnte, so Meyer. Damit müssten die Nutzer aktiv werden, wenn sie entsprechende, Jugendschutz relevante Dinge ansehen wollen.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 21.10.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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