Sascha Greuel vom Luftfahrtamt der Bundeswehr stellt seine Arbeit vor (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Bundeswehr will Militärflüge besser verteilen

Oliver Buchholz   14.11.2018 | 08:46 Uhr

Im vergangenen Jahr hat der Fluglärm über dem Saarland zugenommen. Diese Erkenntnis hat eine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion ergeben. Auch die Beschwerden darüber nehmen zu, vor allem im Nordsaarland. Dort, genauer in Losheim am See, diskutierten gestern Abend Politiker mit Bürgern.

In einem waren sich zumindest die Politiker auf dem Podium und die Bürgererinitiative gegen Fluglärm einig: Die Belastung durch Fluglärm für die Saarländerinnen und Saarländer muss geringer werden! Stefan Thielen von der CDU-Landtagsfraktion und sein SPD-Kollege Magnus Jung haben versprochen das Thema im Landtag wach zu halten und die Bundesregierung auf das Thema aufmerksam zu machen, denn eines brachte die Podiumsdiskussion deutlich zu Tage: Die Lösung des Problems kann nicht im Saarland gefunden werden, der überwiegende Teil des Fluglärms komme nämlich von den Amerikanern, die in Ramstein, Spangdahlem und Büchel stationiert sind.

Video [aktueller bericht, 14.11.2018, Länge: 2:39 Min.]
Reduzierung des Fluglärms im Saarland gefordert

Saarländer über Gebühr belastet

Diese könnten ihre Übungsflüge doch auch mal wo anders machen und nicht immer nur die Saarländer und Pfälzer über Gebühr belasten, so eine der Forderungen von Holger Marzen von der Bürgerinitiative gegen Fluglärm. In Deutschland gebe es vier große militärische Übungslufträume und die würden in etwa gleich genutzt, hielt Oberst Markus Krammel vom Luftfahrtsamt der Bundeswehr entgegen.

Audio

Bundeswehr will Militärflüge besser verteilen
Bundeswehr will Militärflüge besser verteilen
SR-Reporter Oliver Buchholz war bei der Diskussion in Losheim dabei.

Über dieses Thema wurde auch in der Rundschau am 14.11.18 berichtet.

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