Dirt Jump in Homburg (Foto: Lena Schmidtke/SR)

Tricks und Stunts der Dirt Jumper

mit Informationen von Lena Schmidtke   14.04.2021 | 12:05 Uhr

Mit dem Fahrrad wagemutig über Rampen springen und dabei auch noch Tricks und Stunts machen: das ist Dirt Jump! Auch im Saarland gehen einige der Fahrradsportart mit voller Leidenschaft nach. SR-Reporterin Lena Schmidtke stellt die Sportart vor.

Die Funsportart Dirt Jump ist eine Variante des Radsports und bezeichnet "das Springen über Erdhügel" mit einem BMX oder einem Dirt Bike (Mountainbike). Ziel eines Sprungs ist es, in der Luft einen Trick zu machen.

Dirt Jumper mit Herz und Seele

Seit 10 Jahren ist Dirt Jump die große Leidenschaft von Max Wassmuth. Im Sommer ist er jeden Tag an der privaten Strecke in Homburg, mehrere Stunden springt und trickst er hier über die Rampen. Trotz viel Übung geht aber auch mal was schief. Seine bisher schlimmste Erfahrung: ein Schlüsselbeinbruch, aber nicht wegen der Verletzung, sondern wegen des Dirt Jump Entzugs.

Wagemütige Fahrradsportart: Dirt Jump
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 14.04.2021, Länge: 04:13 Min.]
Wagemütige Fahrradsportart: Dirt Jump

Max Wassmuth will sich immer weiter verbessern, fährt auch regelmäßig bei Wettbewerben mit. „Deutschlandweit und in Europa, in Holland oder Österreich, England. War schön, durch das Radfahren die Welt zu sehen. Ich wäre dieses Jahr nach Amerika geflogen, aber geht ja leider nicht“, erzählt er.

Vielleicht ja im nächsten Jahr? Dann geht es jedenfalls nicht ums Geld oder Ruhm und Ehre. „Man geht genauso für’s Radfahren hin und um die Leute zu treffen und abzuhängen. Das ist das coole“, so Wassmuth.

Dirt Jump Strecke in Homburg

Viele Erdhügel und Holz-Rampen - einige ein Meter, einige fast drei Meter hoch - machen das private Gelände in Homburg zu einer perfekten Dirt Jump Strecke. Ganz oben am Hang starten die Radfahrer.

Gut 30 km/h hat Max Wassmuth drauf, wenn er runterfährt. Währenddessen springt er Distanzen von sieben bis acht Meter, mit Tricks! Jeder Trick hat einen eigenen Namen. Selbst für „Standard-Tricks“ trainieren Dirt Jumper allerdings monatelang. So erzählt Wassmuth, dass er seine erste Drehung nicht an so einem Sprung gemacht habe, sondern an einem kleinen Sprung mit Mattenlandung, wo nichts passieren kann. Beim Dirt Jump ist viel Übung und volle Konzentration gefragt. Stürze gehören aber dazu: Max Wassmuth und und sein Dirt Jumper Kollege Lars Bauer hatten beide schon das Schlüsselbein gebrochen – trotz guter Ausrüstung.

Impressionen: Dirt Jump in Homburg

Wenige Strecken für Dirt Jumper

Dirt Jump Strecken wie in Homburg gibt es relativ selten, dabei wird die Sportart in den letzten Jahren immer beliebter. Max Wassmuth freut sich, dass in Herbitzheim eine Strecke in Planung ist, im näheren Umkreis kennt er nur den „Pump Track“ in St. Arnual.

Max Wassmuth findet, dass jeder mal Dirt Jump, wegen des Adrenalinkicks und des großen Zusammenhalts, ausprobieren sollte. Selbst bei Wettbewerben sei alles familiär. Man gebe sich Tipps, pushe sich gegenseitig, hänge ab, so der Dirt Jumper.

Ein Thema in den "Bunten Funkminunten" am 14.04.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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