Schüler lernen mit Laptops (Foto: dpa)

Digitale Bildung an den Schulen

Stephan Deppen   08.03.2018 | 12:45 Uhr

Digitalisierung an Gymnasien - darüber diskutieren bis zum Wochenende Gymnasiallehrer aus dem ganzen Bundesgebiet in Saarbrücken. Dabei geht es um die technische Seite ebenso wie um die pädagogische Aufarbeitung des Themas.

Studiogespräch: "Es wird teuer und schwierig"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Karin Mayer/Stephan Deppen, 08.03.2018, Länge: 03:21 Min.]
Studiogespräch: "Es wird teuer und schwierig"
Der Computerraum in der Schule – da erinnert man sich noch: Es gab ein paar Rechner, aber vieles hat nicht funktioniert. Helfen konnte immer nur einer und der war dann grade krank oder verreist. Aber digitale Bildung wird wichtiger, weshalb sich die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien, die am 8. März zu einem Treffen in Saarbrücken zusammengekomen ist, sich dem Thema ausführlich widmet. SR 3-Reporter war vor Ort. Im Studiogespräch erläutert er die Pläne und Probleme.

Die Oberstudiendirektoren sehen den Computer als Hilfsmittel, das die Schüler beim Denken unterstützt. Damit er das sinnvoll kann, muss überall in den Schulen ein Internet-Empfang möglich sein, die Frage der Datensicherheit muss beantwortet werden und auch so profane Dinge wie die richtige Beleuchtung müssen darauf abgestimmt sein. Klingt banal, ist aber, wenn es so unaufgeregt unterstützend funktionieren soll, wie die Pädagogen es für richtig halten, sehr aufwändig und sehr teuer.

Das liebe Geld

Da ist natürlich das Geld aus Berlin, das in die Digitalisierung des Bildungswesens fließen soll, hoch willkommen. Aber mit zwölf Millionen pro Jahr für das Saarland lässt sich nicht alles bezahlen. Das heißt, auch das Land muss mehr ausgeben für die Digitalisierung - aber auch die Kommunen und Kreise als Schulträger, wie Bildungsminister Commerçon auf SR-Nachfrage betont.

Zur Frage, ob ein neuer Zweckverband als Schulträger die Kommunen und Kreise in dieser Funktion ablösen sollte, sagte Commerçon, er halte nichts davon, dass jeden Tag "eine neue Sau durchs Dorf getrieben" werde. Er fordert stattdessen, dass der Innenminister "endlich" sein Konzept für eine kommunale Verwaltungsreform vorlege. Dann lasse sich grundsätzlich über die Verteilung aller Aufgaben diskutieren.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 08.03.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichet.

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