Ein Glas Rotwein (Foto: pixabay / Vinotecarium)

"Vorher wurden sechs Flaschen gekauft, jetzt zwölf"

Markus Person / Onlinefassung: Laszlo Mura   09.05.2020 | 12:21 Uhr

Der Alkoholkonsum der Saarländer hat seit der Corona-Krise zugenommen, sagen Getränkehändler. Welche Gründe das hat und welche Rolle Angst dabei spielt, darüber hat sich SR-Reporter Markus Person mit Monika Vogelgesang unterhalten, der Chefärztin der Suchtklinik Münchwies.

"Wo vorher sechs Flaschen gekauft wurden, werden jetzt zwölf gekauft"
[SR 3, Markus Person, 09.05.2020, Länge: 02:29 Min.]
"Wo vorher sechs Flaschen gekauft wurden, werden jetzt zwölf gekauft"

Monika Vogelgesang sieht mehrere Gründe für den erhöhten Konsum von Alkohol: "Die Leute haben frei, nichts zu tun und wissen nicht, was sie machen sollen und in so einer Phase dient der Alkohol auch ein bisschen als Zeitvertreib." Alkohol könne aber auch als Mittel der Angstbewältigung missbraucht werden, so die Chefärtztin der Suchtklinik in Münchwies. In Corona-Zeiten gibt es viele Ängste, zum Beispiel vor dem Jobverlust oder auch einer Erkrankung.

Auch Einsamkeit führe oft dazu, dass Menschen öfter zum Glas greifen. Schließlich seien die für uns so wichtigen sozialen Kontakte nur eingeschränkt möglich, so Vogelgesang.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 09.05.2020 berichtet.

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