Autobahnschild zum Corona-Abstrichzentrum in Saarbrücken (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

SR 3-Selbstversuch: Wie läuft ein Corona-Testabstrich?

  17.08.2020 | 16:30 Uhr

Die Corona-Tests und deren Ergebnis würden viel zu lange dauern, hieß es die letzten Woche gehäuft. Daher hat SR 3 nun den Selbstversuch gemacht und seine Reporterin Steffani Balle zum Messegelände in Saarbrücken geschickt. Sie ist gerade frisch aus dem Urlaub zurück - aus einem Nicht-Risikogebiet.

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SR 3-Selbstversuch: Wie läuft das mit dem Corona-Testabstrich?
Audio [SR 3, Nadine Thielen/Steffani Balle, 17.08.2020, Länge: 03:08 Min.]
SR 3-Selbstversuch: Wie läuft das mit dem Corona-Testabstrich?

Wenig Betrieb an der Teststation

Im Kollegengespräch mit Moderatorin Nadine Thielen meint Steffani Balle, es wäre am Messegelände angenehm leer gewesen. Ursprünglich hätte sie einen Termin über die Website des Ministeriums buchen wollen, der wäre erst für zwei Stunden später möglich gewesen. Daher hatte sie sich überlegt, die zwei Stunden könne sie auch vor Ort warten. Allerdings kam da bereits die Überraschung. "Außer mir waren gerade mal eine Handvoll Autos auf dem Messegelände. In der Reihe für die ohne Termin wartete genau ein Autofahrer. – Also ging’s ganz fix, gerade mal 20 Minuten habe ich von der Einfahrt bis zur Ausfahrt nach dem Test gebraucht", berichtet Balle.

Der Testabstrich im Rachen und in der Nase

Der Testabstrich sei allerdings sehr unangenehm. Balle erklärt: "Ein in die Länge von etwa 30 Zentimeter gezogenes Wattestäbchen wird dir in den Rachen geschoben, bis gefühlt in den Hals, einmal rechts, einmal links vom Gaumenzäpfchen und anschließend in ein Nasenloch und ungefähr genauso tief". Das habe gebrannt und ein bisschen verstopft sei die Nase immer noch.

Alles von Hand zu Fuß oder doch digital?

Vor Ort laufe alles über Zettel, berichtet sie weiter. "Erst musste ich die Selbstauskunft, also persönliche Daten, Reiseland und Zeitpunkt der Wiedereinreise, schriftlich angeben. Dann wurde meine Krankenkassenkarte zwar kopiert, mir aber der Ausdruck als Zettel in die Hand gedrückt. Den musste ich dann an der nächsten Station, noch vor der Halle, wieder abgeben. – Da hat dann allerdings ein freundlicher Mitarbeiter nach fünf Minuten Wartezeit gefragt, ob die E-Mail-Adresse tatsächlich so ist, wie ich sie angegeben habe. " Hier sei also offensichtlich ihr Handgeschriebenes von jemanden in einen Computer eingegeben worden: im sogenannten Back-Office, sagte ihr die Pressestelle des Sozialministeriums später am Telefon. Dann aber habe sie wieder einen Zettel bekommen, den sie zusammen mit ihrem Personalausweis an der eigentlichen Entnahmestelle in der Messehalle abgeben musste. "Also wirklich digital sah mir das vor Ort nicht aus", so Balle.

Wie erhält man sein Ergebnis?

Auf einem letzten Zettel, den sie behalten durfte, war ein QR-Code, erklärt sie. Den sollte sie in der Corona-Warn-App abscannen. "Und angeblich bekomme ich über die App das Ergebnis mitgeteilt, sobald es vorliegt. Also innerhalb von 48 Stunden, wird gesagt", erzählt Steffani Balle. Außerdem habe sie noch eine Auftragsnummer gemailt bekommen, die ihrem Test zugeordnet ist. Damit könne sie wohl nach 48 Stunden beim Labor selbst, also bei Bioscentia St. Ingbert, ihr Ergebnis online abfragen.

Über dieses Thema wurde auch auf SR 3 Saarlandwelle am 17.08.2020 berichtet.

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