Protest-Aktion einer Tanzschule gegen Corona-Beschränkungen (Foto: Steffani Balle/SR)

Tanz-Aktion gegen Corona-Beschränkungen

Tango Argentino vorm Staatstheater

mit Informationen von Steffani Balle   03.06.2020 | 12:25 Uhr

Um 11.55 Uhr haben deutschlandweit Tanzpaare an öffentlichen Plätzen zu tanzen begonnen. Und zwar Tango Argentino. Sie protestierten damit gegen die Einschränkungen, die sie nach wie vor durch die Corona- Verordnungen erfahren. Auch in Saarbrücken haben sich Tango-"Aktivisten“ formiert und getanzt.

Mehrere Tanzpaare haben sich am Mittwochmittag auf dem Tiblisser Platz in Saarbrücken versammelt und protestierten tanzend gegen die für sie andauernden Corona-Beschränkungen. Dazu aufgerufen hat das Saarbrücker Profi-Tanzpaar Melina Sedo und Detlef Engel.

Audio

Tango-Protestaktion gegen Corona-Beschränkungen
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Renate Wanninger / Steffani Balle, 03.06.2020, Länge: 03:25 Min.]
Tango-Protestaktion gegen Corona-Beschränkungen

"Für uns ist Tango eine Bewegungskunst"

Sie fordern unter anderem die Anerkennung des Tangos als Kunst-und Kulturform. Schließlich zähle der Tango zum UNESCO-Weltkulturerbe, sagt Detlef Engel. Das Problem bei der Sache ist nämlich, dass höchstrichterlich entschieden worden ist, dass der Tango ein Breitensport ist und keine Kultur. Deshalb können Tangoschaffende auch nicht in die Künstler-Sozialkasse, von der sie jetzt bei Totalausfall ihrer Einnahmen profitiert hätten.

Tanzszene sieht Corona-Beschränkungen für ihren Sport als zu hart
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 03.06.2020, Länge: 03:10 Min.]
Tanzszene sieht Corona-Beschränkungen für ihren Sport als zu hart

"Nicht möglich, wirtschaftlich zu arbeiten"

Stattdessen müssen die beiden mit den finanziellen Verlusten allein klar kommen. Und das sind nicht wenige: Engagements, Großevents und Veranstaltungen seien bis ins nächste Jahr hinein abgesagt worden, so Melina Sedo.

Auch ein Normalbetrieb der Tanzkurse ist derzeit nicht möglich. Abstandsregelungen und Unterrichtseinschränkungen, wie die Begrenzung der Teilnehmerzahl und Abstandsregelungen, machten wirtschaftliches Arbeiten derzeit nicht möglich. Bis Ende des Jahres sollte deshalb die Förderung für Solo-Selbständige und Kleinunternehmer weiter laufen, fordern Melina und Detlef. Außerdem fordern sie, dass Spenden für Spender und Empfänger komplett steuerfrei sein sollten.

Ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" vom 03.06.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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