Eine Frau telefoniert. (Foto: dpa)

Fieber, Husten und eine Telefon-Odyssee

Steffani Balle   03.03.2020 | 12:04 Uhr

Im Saarland läuft es offenbar noch nicht so richtig Rund in Sachen Corona- Testung. Besorgte Eltern machten den SR telefonisch aufmerksam, dass sie eine wahre Telefon-Odyssee durchlitten hätten um am Ende genau so ratlos zu sein wie am Anfang

Dem Wunsch nach einem Corona-Test folgte eine Odyssee
Audio [SR 3, Studiogespräch: Siegfried Lambert/Steffani Balle, 03.03.2020, Länge: 03:14 Min.]
Dem Wunsch nach einem Corona-Test folgte eine Odyssee
SR- Reporterin Steffani Balle hat eines der Familienmitglieder getroffen und sich von ihm den Fall schildern lassen. Im Studiogespräch gibt sie eine Zusammenfassung.

Der 14-jährige Sohn war nach Angaben seiner Familie am Wochenende aus dem Skiurlaub in Südtirol zurückgekommen und habe Symptome wie Fieber und Husten gezeigt.

Das ganze Wochenende über habe sich niemand dazu bewegen lassen, einen Corona-Test durchzuführen, so die Familie. Erst am Dienstag sei dann ein Mitarbeiter des zuständigen Gesundheitsamts aus dem Saar-Pfalz-Kreis gekommen, um einen Abstrich zu nehmen.

Anlaufschwierigkeiten

Gesundheits-Staatssekretär Kolling spricht von Anlaufschwierigkeiten in der aktuellen Situation. Jeder Arzt sollte nach seiner Meinung dazu in der Lage sein, einen Abstrich vorzunehmen und ins Labor zu schicken. Da mittlerweile das Labor der Uniklinik in Homburg die Auswertung durchführe, habe man auch schnell Ergebnisse. Für die Argumentation, in den Praxen fehlten Schutzausrüstung oder Test-Material, habe er keinerlei Verständnis. Das gehöre zur Fürsorgepflicht jedes Praxis-Inhabers, auch zum Schutz der Mitarbeiter. Einen Pandemie-Plan gebe es seit zehn Jahren im Saarland. Der sei einfach anzuwenden, sagt Kolling.

Ein Thema in "Guten Morgen" am 03.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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