Der Biontech-Impfstoff wird für eine Impfung vorbereitet (Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe)

"Wir müssen global gucken, dass überall geimpft wird"

  07.04.2021 | 07:53 Uhr

Tagtäglich wird Tankred Stöbe in seiner Arbeit als leitender Notarzt und Intensivmediziner mit den Folgen der Coronapandemie konfrontiert. Durch seinen Einsatz für die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" hat er zudem auch die Coronasituation in armen Ländern kennengelernt. Dort fehlt es vor allem an Impfstoffen.

Arme Länder können unter Umständen besser umgehen mit dem Virus als reiche, weil sie mehr Erfahrungen haben mit Epidemien, sagt Tankred Stöbe. In Sierra Leone etwa, dem sechstärmsten Land der Welt, hätten sich bislang nur 4000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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"Wir müssen global gucken, dass überall geimpft wird"
Audio [SR 3, Interview: Michael Friemel / Tankred Stöbe, 07.04.2021, Länge: 04:49 Min.]
"Wir müssen global gucken, dass überall geimpft wird"

Das große Problem sei aber, dass in den armen Ländern die Impfstoffe nicht ankämen. In Afrika etwa gebe es zwar Impfstoffe, aber zu spät. Dabei sei es um die Pandemie bezwingen zu können wichtig, dass überall geimpft werde. "Solange Corona nicht global eingegrenzt wird, werden wir auch in Europa nicht sicher sein", so Stöbe. Wichtig sei es deshalb auch die Impfstofflizenzen der Pharmaunternehmen freizugeben.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Sendung "Guten Morgen" am 07.04.2021 berichtet.

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