Ein Laptop steht auf einem braunen Holztisch (Foto: pixabay)

Co-Working-Space in Minheim

mit Informationen von Renate Wanninger   19.08.2022 | 16:11 Uhr

„Pendeln war gestern - die Welt ist Dein Büro“. Dieser Slogan verweist auf die beiden Container in Minheim an der Mosel. Dort wird ein sogenanntes Co-Working-Space angeboten. Übersetzen lässt sich das recht neue Arbeitsplatzmodell mit "Zusammenarbeiten". Arbeitnehmer unterschiedlicher Firmen arbeiten dort an ihren Projekten.

Auf einer idyllischen Wiese des Minheimer Dorfgemeinschaftshauses stehen zwei Container aus Holz. Mehrere Tische mit Stühlen laden zum Verweilen ein. Auf den ersten Blick wirkt der Ort nicht wie ein klassischer Arbeitsplatz, doch genau das ist ein Merkmal sogenannter Co-Working-Spaces. Ganz unterschiedliche Arbeitnehmer kommen hier zusammen und arbeiten an ihren Projekten. Das Ziel ist es, dass sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen austauschen können.

Arbeitsplatz mit Komfort

Daniel ist einer der Nutzer der beiden Container. Er findet den Co-Working-Space in Minheim sehr idyllisch, denn aus Großstädten ist er weniger Natur und Komfort gewöhnt. Für die Nutzer stehen kostenloses W-LAN, Strom, ein Drucker und sogar Kaffee zur Verfügung. Finanziert und unterstützt wird das Projekt vom Bund, dem Landkreis Bernkastel-Wittlich und von der CoWorkLand-Genossenschaft.

Co-Working-Projekt an der Mosel
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 18.08.2022, Länge: 03:07 Min.]
Co-Working-Projekt an der Mosel

Jens Kramer betreut den Co-Working-Space und ist erstaunt, wie das Projekt schon in den ersten Tagen angenommen wurde. Denn jede Woche bietet der Co-Working-Space einer bis zwei Personen einen ruhigen Platz zum Arbeiten. Was zunächst nach nicht viel Nachfrage klingt, ist für Kramer jedoch, gerade für die Anfangsphase, ein guter Start.

Noch Steigerungspotenzial bei der Nachfrage

Dennoch ist noch Luft nach oben, denn jeder Container bietet Arbeitsplätze für rund 15 Personen. Für die Anfangsphase gibt sich Kramer jedoch mehr als zufrieden. Aus der Betreuung vorheriger Co-Working-Projekte könne er die Nachfrage in Minheim gut einschätzen, sagt er.

Wer nutzt das Angebot?

Vor Ort trifft man auf Menschen aus Minheim selbst, Urlauber, aber auch Arbeitnehmer aus den Nachbardörfern, die im Homeoffice zum Beispiel nicht die nötige Ruhe für ihre Arbeit finden, berichtet Bürgermeisterin Sonja Scholtes. Für alle, die nicht alleine am Schreibtisch sitzen möchten, ist der Co-Working-Space in Minheim eine gute Lösung.

Zuschlag nach Bundeswettbewerb

Den Zuschlag für die beiden Container erhielt das 450 Seelen-Dorf durch die Teilnahme an einem Bundeswettbewerb. Für ihre Gemeinde erhielt Scholtes bundesweit den einzigen Zuschlag. Während einer zwei-monatigen Testphase werden die Kosten für Personal, Beratung, Workshops und Werbung für die Gemeinde übernommen.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 18.08.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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