Schafe werden von Nina Utesch gefüttert (Foto: SR/Julia Becker-Maleska)

Burgschafe in Rehlingen-Siersburg

Julia Becker-Maleska / Onlinefassung: Jil Kalmes   05.04.2022 | 09:20 Uhr

Oben auf der Burg Siersberg in Rehlingen-Siersburg weiden Schafe – Nina Uteschs Burgschafe. Sie sind Landschaftspfleger, Pädagogen, aber auch Fleisch- und Wolllieferant.

Schafe sind Nina Uteschs Hobby – oder besser gesagt: ihr Nebenberuf. Die gelernte Bio-Geographin hält sie nun schon seit fünf Jahren in Rehlingen-Siersburg und hat mittlerweile 30 Muttertiere mit ihren Lämmern auf der Weide stehen.

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Burgschafe in Rehlingen-Siersburg
Audio [SR 3, Julia Becker-Maleska, 04.04.2022, Länge: 05:22 Min.]
Burgschafe in Rehlingen-Siersburg
Oben auf der Burg Siersberg in Rehlingen-Siersburg weiden Schafe – Nina Uteschs Burgschafe. Sie sind Landschaftspfleger, Pädagogen, aber auch Fleisch- und Wolllieferant. SR 3 Reporterin Julia Becker-Maleska hat sie auf ihrer Weide besucht.

Die Tiere sind seit Kurzem auch aktive Landschaftspfleger. Wie weiden auf den Wiesen der Burg Siersberg. Eine umweltschonende Methode, das Gras niedrig zu halten, die zudem auch noch kostengünstiger ist als regelmäßiges Mähen der Wiese. Die Abweidung ist übrigens wichtig, damit sich sie auf der Wiese eine Pflanzenvielfalt entwicklen kann.

Schafe hautnah erleben

Die Schafe sind aber nicht in der Landschaftspflege im Einsatz, sondern auch in der Pädagogik. Nina Utesch bietet Führungen für Schulklassen an. In Teamarbeit dürfen sich die Kinder dann auch mal im Schafe hüten ausprobieren - anfasssen und streicheln inklusive. Für viele sei das das erste Mal in ihrem Leben, dass sie einen so engen Kontakt zu einen Schaf haben, so Utesch.

Die Schlachtung gehört auch dazu

Jedes Tier sei einzigartig und habe seinen eigenen Charakter, sagt Utesch. Deswegen habe auch jedes Mutterschaf einen eigenen Namen. Nur die Lämmer kriegen keinen – sonst falle das Schlachten und Essen zu schwer, so Utesch.

Die Lämmer kommen mit einem knappen Jahr zu einem lokalen Metzger. Das sei nötig, denn sie könne nicht alle Schafe über den Winter versorgen, dafür fehle ihr der Platz, sagt Nina Utesch. Sie achte aber auf das Wohlbefinden ihrer Tiere und bleibe deshalb bis zum Schluss bei ihnen.

Nina Utesch ist es wichtig, dass nach der Schlachtung das Tier komplett verwertet wird. Die Innereien werden zum Beispiel zu Hundefutter, die sie an befreundete Hundebesitzer weiter gibt. Die Wolle unterteilt sie nach der Qualität: schlechte Wolle wird zu Dünger für den Gemüsegarten, die gute Wolle wird für Projekte verwendet, zum Beispiel zum Spinnen oder Filzen. Wer Interesse an der Wolle habe, könne er gerne bei ihr melden.

Ein Thema in der Sendung "Bunte Funkminuten" am 05.04.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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