134550359 Corona Schulberginn dpa 2020 (Foto: SR)

Schülervertreter fordern Belüftungsgeräte

mit Informationen von Lisa Krauser   23.10.2020 | 16:15 Uhr

Die Digitalisierung, aber auch steigende Corona-Zahlen und verschärfte Maßnahmen wirken sich akut auf den Schulbetrieb aus. In Saarbrücken sind am 23. Oktober Schülervertreter aus ganz Deutschland zum Bundesschülerkongress zusammengekommen, um sich auszutauschen, wie es weitergehen könnte.

Schülervertreter fordern Belüftungsgeräte
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 23.10.2020, Länge: 03:12 Min.]
Schülervertreter fordern Belüftungsgeräte

Gut 20 Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern - in Vertretung für ihre über zehn Millionen Mitschüler in Deutschland - haben am Bundeschülerkongress in Saarbrücken teilgenommen. Dabei ging es unter anderem um Themen wie Digitalisierung, Schülerrechte und vor allem um das aktuell wohl dringlichste Thema: Corona.

Diskussion um Maskenpflicht

Für Diskussionen sorgte unter anderem das Thema Maskenpflicht. Der 16-jährige Leon Schwalbe, Schülervertreter für Thüringen, findet das Maskentragen in Gängen in Ordnung. Im Unterricht bedeuteten Masken eher ein anstrengendes Hindernis, so Schwalbe. In Thüringen gibt es zurzeit bei relativ geringen Corona-Zahlen noch keine Maskenpflicht im Unterricht.

Der saarländische Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz sieht das anders. Dass im Saarland ab Montag ab Klassenstufe 10 auch im Unterricht Maske getragen werden soll, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber der 17-Jährige fände es besser, wenn das schon ab Klasse 5 gelten würde.

Forderung nach Belüftungsgeräten

Insgesamt sei die Stimmung in den Schulen gerade angespannt, sagt Seimetz. Vor allem die Abschlussklassen würden sich Sorgen machen, dass Corona ihnen die Vorbereitung auf die Prüfungen schwer machen könnte. Außerdem gebe es immer wieder Diskussionen - zum Beispiel beim Thema Lüften. Um die Situation zu entspannen, fordert Seimetz Lüftungsgeräte für die Schulen. Dann müssten die Fenster wenigstens nicht mehr ganz so oft aufgerissen werden.

Kritik an Informationspolitik

Der 20-jährige Dario Schramm ist Schüler in Nordrein-Westfalen. Er fordert vor allem eins: Dass die Schulen besser informiert werden. Oft erfahre man Neuigkeiten zuerst aus der Presse. Das müsse andersrum laufen, sagt Schramm.

Auch im Saarland sei die Kommunkation von Seiten des Bildungministeriums am Anfang der Pandemie nicht so gut gewesen, sagt Seimetz. Das funktioniere jetzt deutlich besser, sei aber noch ausbaufähig. Am besten fände er einen großen Schulgipfel, bei dem alle Beteiligten an einen Tisch kommen, um die große Herausforderung Corona zu meistern.

Ein Thema in der Sendung "Region am Nachmittag" vom 23.10.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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